Wie sollte mein kleines Baby einschlafen? – Der Weg ins Schlummerland


Von Sarah 

Darf mein kleines Baby an der Brust oder Flasche einschlafen?

Mit dieser Frage stoßen wir ein ganz sensibles Thema an:

Mach nicht diesen Fehler!“, sagen die einen.

Auf jeden Fall normal!“, erwidern andere!

In diesem Artikel möchte ich dir nicht nur meine Sicht auf diese Frage geben, sondern dir auch kostbare Tipps für das Einschlafen deines kleinen Schatzes mitgeben.

Wie sollte mein kleines Baby einschlafen?

 

Wie sollte mein kleines Baby einschlafen?

Ich persönlich denke, dass es vollkommen in Ordnung ist, wenn dein Baby an der Brust oder Flasche einschläft. Zumindest für die erste Zeit!

Nuckeln ist den ersten Wochen die perfekte Einschlafhilfe für dein Baby und hilft ihm, den Übergang von deinem Bauch-Schlaraffenland in unsere Welt gut und behütet zu schaffen. (Genieße es und entspanne dich ?)

Doch für die spätere Zeit rate ich dir, einen Mittelweg zu wählen…

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Dazu zwei einfache, bewährte Tipps:

1. Schaffe Einschlafalternativen zu Brust/Flasche.

2. Übe ungezwungen das Ablegen und alleine Einschlafen.

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Einschlafalternativen

Ab Mitte des zweiten Monats empfehle ich darauf zu achten, dass dein Baby auch ein- bis zweimal täglich anders einschlummert (Arm? Tragetuch? Kinderwagen? egal) und dass du abends versuchst, es rechtzeitig abzunippeln und dösig ins Bettchen zu legen. Wenn es abends schwierig ist (was bei meinen oft war – schließlich möchte der ganze Tag ja verarbeitet werden), dann versuche es zumindest morgens.

Insbesondere das erste Tages-Nickerchen eignet sich oft super zum Üben, weil die kleinen Schätze dann meist noch recht ruhig und müde und zudem innerlich ausgeglichen sind.

Falls du schon früh die richtigen Weichen stellen möchtest, um Schlafprobleme und den Kampf rund ums Ein- und Durchschlafen möglichst zu vermeiden, findest du in „Wie du die ersten Monate mit deinem Neugeborenen meisterst“ einen detaillierten Fahrplan für die einzelnen Monate (im unteren Teil des Artikels).

Ablegen und alleine Einschlafen

Mehrfach-Mamas sind immer wieder überrascht, wie einfach man sein Baby in den ersten Monaten ablegen kann, wenn man nur das richtige Schlummerzeitfenster erwischt. Schnapp dir dein Baby, wenn es müde wird und bevor es wirklich eingedöst ist und probiere es aus. Immer und immer wieder.

Übung macht den Meister!

Und wenn mein kleiner Schatz zu weinen beginnt?

So ab zwei, drei Monaten kannst du dein Baby manchmal auch quengeln gelassen (- manchmal „singen“ sie sich so in den Schlaf und lassen noch etwas Stress ab). Aber lass es nicht schreien. Ich habe meine Kleinen dann hochgenommen, sie beruhigt und noch einmal von vorne begonnen. Oder wenn ich merkte, einer von uns beiden war an diesem Tag nicht in Stimmung, dann verschob ich den Versuch auf das nächste (Morgen-/)Nickerchen. ?

Das Schöne in den ersten Monaten ist, dass du einfach entspannt üben und ausprobieren kannst und dein Baby sich noch nicht so konkret merken kann: „Aha, wenn ich lang genug protestiere, nimmt sie mich hoch“.

Du kannst also flexibel trainieren und dich über jeden kleinen Erfolg freuen. Wenn es beim nächsten Mal nicht klappt, egal.

Du legst auf jeden Fall ein Fundament, auf dem du später aufbauen kannst! Dein Baby kennt seinen Schlafplatz. Es macht die Erfahrung, dass alleine einschlafen auch mal nicht schlimm ist. Und es weiß, es kann trotzdem auf dich zählen.

Das empfinde ich persönlich als einen gesunden Mittelweg. Ist dein Baby 5-6 Monate und älter, wird es viel schwieriger, eingeschliffene Gewohnheiten zu verändern und wenn, dann ist es mit mehr Tränen verbunden. (Genau das wollen wir ja so gut es geht vermeiden, stimmt’s?)

Nach vier Monaten…

Falls du meine Geschichte schon etwas kennengelernt hast, dann weißt du, dass ich Babys keinesfalls zum Funktionieren bringen möchte. Im Gegenteil. Nur war ich bei meinen Babys mit so heftigen Einschlaf- und Durchschlafproblemen konfrontiert (wie soooo viele andere erschöpfte Mamas), dass ich nach Überlebensstrategien gesucht habe. So fand ich mehr und mehr Wege, unseren kleinen Schatz von Anfang an zart und sanft dabei zu helfen, die richtigen Abbiegung auf der Schlafbahn zu erwischen.

Und das ist wirklich nicht so schwer, wenn man nur um das Wie weiß!

Mit vier Monaten verändert sich das Schlafmuster des Babys.

Ist dein Baby nämlich ungefähr vier Monate alt, beginnt sich sein Schlafmuster zu verändern! Wenn es dann einschläft, gleitet es zuerst in eine Leichtschlafphase statt wie bisher in tieferen Schlaf!

Auch nachts wird es nun nach den ersten meist ruhigeren Stunden beginnen, zwischen Leicht- und Tiefschlafphasen abzuwechseln. Viele Babys, die zuvor noch recht ordentliche Schläfer waren, beginnen ab dieser Umstellung nächtlich viel häufiger aufzuwachen.

Diese Phase bezeichnet man in Fachkreisen als Schlafregression, also eine Schlafregression, der mit 4 Monaten recht drastisch ausfallen kann. Warum gerade in diesem Alter die Schlafprobleme dauerhaft bleiben können, erfährst du hier: „Warum schläft mein Baby plötzlich schlechter?“ – Wertvolle Hilfestellung zu Schlafregressionen.

Hat dein Baby eine ganz klare Einschlaf-Nuckel-Assoziation entwickelt, fällt es ihm viel schwerer durch Leichtschlafphasen durchzuschlafen. „Da stimmt doch etwas nicht. Warum kann ich nicht nuckeln?“, denkt es dann unbewusst. Folglich wacht es komplett auf, um erneut nach seiner Einschlafhilfe zu verlangen. Egal, ob es nun zum ersten oder (wenn du Pech hast) zum zehnten Mal in der Nacht ist. (Ich erinnere mich noch gut an eine Nacht mit 13 Still-Unterbrechungen, gähnnnn.)

Deshalb bin ich also ein Fan von frühzeitigen Weichen-Stellen. 😉

In „Dösig aber wach“ – So lernt dein Baby alleine einzuschlafen erfährst du noch mehr darüber, wie du das „richtige“ Müdigkeitsfenster deines Babys erwischt und was typische Müdigkeitssignale sind.

 

Ich wünsche dir schöne Einschlaf-Kuschelzeiten, viel Erfolg beim Alternativen erschaffen und euch allen guten Schlaf!

Hast du eine Frage oder einen Tipp, der euch geholfen hat, das Ablegen zu üben?

Dann freue ich mich über einen Kommentar.

Deine Sarah vom BabySchlummerland

Mehr über die Autorin

Sarah

Gründerin und Hauptautorin des BabySchlummerlandes, zertifizierte Babyschlaf-Beraterin und leidenschaftliche Großfamilienmama. Sarah hat es sich zur Mission gemacht, anderen erschöpften Eltern dabei zu helfen, zu mehr Schlaf und Sicherheit im Umgang mit ihren kleinen, bezaubernden Schätzen zu finden. Mehr über Sarah findest du hier.

  • Hallo Sarah ich bin Mama von einer kleinen Maus aus ist 10 Wochen alt und mein erstes Baby bei uns hab ich das Gefühl läuft nichts wie es eigentlich sein sollte
    Ich schlafe mit der kleinen im Ehebett die ersten Wochen ging gar nichts ohne mich sie musste wirklich 24 std bei mir sein das ist jetzt teilweise so ich kann sie mittlerweile immer mehr ablegen in eine Wiege zum Beispiel ich hab einiges von dir gelesen und ich probiere es immer wieder sie bei ihren Nickerchen weg zu legen das klappt wirklich super ABER bei uns läuft nichts ohne Föhn ich kann sie nir mit tragen und Föhn beruhigen wenn sie dann einschläft leg ich sie weg der Föhn läuft dann weiter sonst wacht sie auf hast du eine Lösung das sie ohne Föhn schläft?
    In der Nacht ist es so das ich sie ab und zu mit stillen zum schlafen bekomme sonst mit dem Föhn und wenn ich denke sie schläft fest dann mach ich es aus sie schaut dann gleich wenn sie merkt ich bin da und kuschel sie schläft sie weiter.kennst du das ?
    Liebe Grüße aysel

    • Liebe Aysel, es klingt so, als habt ihr ein ganz liebevolles und kuschliges Zuhause für eure kleine Maus erschaffen. 😉 keine sorge, ich finde, es klingt ganz normal und wunderbar bei euch. babys sind einfach total verschieden und es gibt einfach babys, die ein sehr hohes nähebedürfnis haben. das würde ich ihnen auf jeden fall geben. gerade die ersten 3 monate werden oftmals als „4. trimester“ bezeichnet, wo es vielen neugeborenen hilft, ganz viel nähe zu tanken, eng eingepuckt zu werden, häufig zu nuckeln und rauschende geräusche zu hören – also in etwa die bekannte welt aus dem mutterleib nachzustellen. das geht vielen kindern so und wenn der föhn sozusagen ihre haupt-„schlafassoziation“ ist, kann ich verstehen, dass das zwar etwas nervig oder irritierend sein kann, aber ich würde es ihr lassen. in amerika und vielen anderen ländern wird sogar oftmals empfohlen, so ein „weißes rauschen“ die ganze nacht laufen zu lassen, weil die kinder leichter durchschlafen. das ist nun nicht unbedingt meine variante, da ich recht geräusch-empfindlich bin, aber den föhn in 1-2 monaten abzugewöhnen ist viel einfacher als auf-den-arm-tragen oder dauer-nuckeln. eventuell verliert es sich in den nächsten wochen von selbst und du kannst die geräusche schrittweise leiser stellen oder ausschleichen… für den moment würde ich es lassen und entspannen. alles liebe, Sarah

  • Vielen lieben Dank für die Antwort
    Du hast mir sehr weiter geholfen
    Man denkt ja dann doch das man etwas falsch macht oder es der kleinen nicht gut geht wenn man so hört wie perfekt es bei anderen läuft ?

    • schön, dass ich dir weiterhelfen konnte! 🙂 Babys sind einfach unglaublich verschieden und der Bereich von „normal“ ist sehr weit… und gerade Kinder mit Schlafproblemen (so bilde ich es mir zumindest ein) sind nunmal gerne besonders sensibel, aufmerksam, aktiv, willensstark, schnell erregbar, aktiv oder was auch immer. alles wertvolle Eigenschaften, die aber von Anfang an etwas mehr Einsatz von uns Eltern fordern. andererseits ist ein schwieriger Anfang auch nicht immer aussagekräftig: ich beobachte auch immer wieder, dass Kinder, die zu anfangs sehr anstrengend oder aktiv waren, ab einem Jahr plötzlich ruhiger und gelassener werden. also durchhalten, dich nicht verunsichern lassen und wenn dein kleiner schatz älter ist, kansnt du ja schauen, ob und wie du am schlaf arbeiten möchtest. hoffen wir, es ist nicht nötig! 🙂 glg, Sarah

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