Wachphasen + Schlafbedarf Baby > Übersicht und Tabellen (0-5 Jahre)

Sarah Mann·12 Minuten Lesezeit

Schläft dein kleiner, süßer Schatz genug?

Schlafbedarf Baby — Wachphasen + Schlafbedarf Baby > Übersicht und Tabellen (0-5 Jahre)

Wirkt er aufmerksam und zufrieden?

Wie viel Schlaf braucht ein Baby/Kleinkind überhaupt?

Wusstest Du, dass ausreichend Schlaf für Dein Baby enorm wichtig ist!?

Das sage nicht nur ich (und meine leidgeprüfte Erfahrung mit fünf eher schlaflosen Babys), sondern auch jede Menge Studien da draußen.

Und um der Verwirrung und dem Rätsel raten um das „wie viel“ an Schlaf ein Ende zu setzen, habe ich jede Menge wichtige Infos rund um den Schlafbedarf deines kleinen Schatzes zusammengestellt.

Kostenloser Guide

9 Gründe-Guide — endlich verstehen, warum dein Baby nicht schläft

Kostenlos, jederzeit abbestellbar. Datenschutz.

In diesem Artikel erfährst Du:

  • Warum den Schlafbedarf Deines Kindes kennen solltest!
  • Die „goldene Regel des Babyschlafes“
  • Wie Dein Kind von ausreichend Schlaf profitiert
  • Eine starke Übersicht: „Schlafbedarf Baby und Kleinkinder“
  • Tipps: So schenkst Du deinem Baby mehr Schlaf

Schlafbedarf Baby: Eine goldene Regel

Wie findest du nun die Antwort darauf, ob dein Kleiner eigentlich genügend Schlaf abbekommt?

Die Zeit vor dem zu Bett gehen kann dir wertvolle Hinweise geben… Ist sie entspannt und schön? Dein Baby/Kleinkind bis zuletzt recht ausgeglichen? (Abgesehen von einem normalen Maß an „Unruhe“ und „Tag verarbeiten“, was gerade bei sehr jungen Babys oft vorkommt…)

Oder fühlt sie sich wie folgt an?

Es ist 21 Uhr und schon wieder dieser Kampf! Dein kleiner Schatz wirkt zwar sehr müde, findet aber überhaupt nicht in den Schlaf.

Stillen/Füttern, tragen, schunkeln und wieder alles von vorne. Dein Baby weint und weint, ist quengelig und du fragst dich (wieder einmal): Warum kann es nicht einfach friedlich einschlafen? Und warum müssen die Abende immer so anstrengend sein?

Ich weiß nicht, wie viele Male ich solche Abende in den letzten Jahren erlebt habe. (Insofern kann ich gut mitfühlen, wie du dich in einer solchen Situation fühlst.) So oft fiel ich zu einem Zeitpunkt, als der Abend schon so gut wie vorbei war, selbst total müde auf das Sofa oder gleich ins Bett.

(Darum habe ich auch einen hervorragenden Babyschlaf-Kompaktkurs erstellt! Schau ihn dir mal an: Zum Kurs.)

Umso erstaunter war ich, als ich immer mehr über Babyschlaf recherchierte und einen wirklich wichtigen Ratschlag fand. Und zwar immer wieder. Einen Hinweis, der oftmals der elterlichen Intuition zuwider läuft, den aber sehr viele Babyschlafexperten als goldene Regel des Babyschlafes darstellen! Wie sie lautet?

„Schlaf fördert Schlaf.“

Einfach gesagt: Je mehr dein Baby/Kleinkind schläft, umso besser schläft es im Normalfall!

Übermüdung ist einer deiner Hauptfeinde, wenn es darum geht, deinem Baby/Kleinkind zu gutem Schlaf zu helfen.

Die altbewährte „Weisheit“, sein Babys oder Kleinkind doch länger aufzulassen, dann wird es schon besser schlafen, stimmt in aller Regel NICHT.

Im Gegenteil!

Versuche es lieber andersherum: Lasse dein Kind mehr schlafen und bringe es früher ins Bett. (Erst mit wachsendem Alter solltest du natürlich sicher stellen, dass dein Kleines tagsüber nicht zu lange schläft, weil es sich sonst negativ auf den Nachtschlaf auswirkt.)

Sorge für ausreichend Schlaf und du wirst ein zufriedeneres und ausgeglicheneres Baby/Kleinkind haben.

Wenn man darüber nachdenkt, erscheint das auch sehr logisch. Schließlich geht es uns Erwachsenen ja auch so… Die Schlafforschung bestätigt immer mehr die negativen Folgen von Schlafmangel – und Übergewicht ist nur eine von ihnen.

Es ist eine große Aufgabe für uns Eltern, dass wir den Schlafbedarf unserer Lieblinge kennen und dafür sorgen, dass es diesen auch bekommt!

Es ist also eine große Aufgabe für uns Eltern, dass wir den Schlafbedarf unserer Lieblinge kennen und dafür sorgen, dass es diesen auch bekommt!

Man sollte wirklich nicht unterschätzen, wie extrem wichtig es für Babys ist, ausreichend Schlaf zu bekommen! Dies ist übrigens nicht nur meine Meinung (die sich durch meine leidgeprüfte Erfahrung mit fünf eher schlaflosen Babys gefestigt hat), sondern bestätigen jede Menge ausgewiesene Schlafforscher weltweit. Und, na klar, auch wir Eltern sollten dafür sorgen, dass wir eine gesunde Menge Schlaf täglich abbekommen.

(Ich weiß, manchmal ist es gar nicht so einfach, einem Baby zu mehr zu Schlaf zu verhelfen. Hierbei kann dir der Babyschlaf-Kompaktkurs sehr weiterhelfen.)

So profitiert dein Baby von genügend Schlaf

Dein Baby und Kleinkind benötigt für seine optimale Entwicklung genügend Schlaf.

Konkret und Studien zufolge profitiert die Entwicklung des Babys bei genügendem Schlaf in folgenden Bereichen:

  • höhere Lern- und Aufnahmefähigkeit
  • gesunder Appetit und normales Gewicht
  • größere Frustrationstoleranz
  • weniger emotionale Ausbrüche
  • längere Aufmerksamkeitsspanne
  • soziale Kompetenz
  • weniger Quengel- und Weinphasen
  • optimale motorische Entwicklung
  • Gehirnentwicklung
  • Erneuerung von Zellen
  • Stärkung des Immunsystems.

Das sind jede Menge gute Gründe, um sich mit dem optimalen Schlafbedarf deines Babys/Kleinkindes auseinanderzusetzen. Und auch dafür zu sorgen, dass dein kleiner Schatz genügend Stunden im Schlummerland verbringt.

Diese Gründe beweisen darüber hinaus, dass der Wunsch nach Verbesserung im Schlafverhalten eben nicht egoistisch ist, sondern sehr wichtig und gesund für dein Kind ist! Zerfledderte Nächte zehren ja nicht nur an dir, sondern auch an deinem/r Kleinen…

Übersicht: Wie hoch ist der Schlafbedarf von meinem Baby?

Wenn Babys nicht genug schlafen, schlägt das häufig auf ihre Stimmung. Viele Babys (aber nicht alle) sind dann quengeliger, weniger aufmerksam und schneller frustriert.

Auch die Unruhestunde gegen Abend könnte ein Zeichen dafür sein, dass dein Baby/Kleinkind mehr Schlaf oder eine andere Tagesroutine benötigt. (Allerdings ist in den ersten Monaten eine abendliche Quengelzeit oder sogar Schreiphase oft normal.)

Im Folgenden möchte ich dir eine sehr hilfreiche Übersicht über den Schlafbedarf deines Babys geben. Mit ihr wirst du leicht prüfen können, ob dein Baby ausreichend Schlaf abbekommt oder du etwas verändern solltest.

Wichtig: Die Werte in der Tabelle sind Durchschnittswerte und stellen keine ununterbrochenen Schlafperioden dar. Bei Frühchen sollte unbedingt der errechnete Geburtstermin als Maßstab genommen werden. Ist dein Baby deutlich früher oder später als errechnet geboren, empfiehlt sich dies ebenfalls.

Nachtschlaf und gesamter Schlafbedarf

NachtschlafGesamtschlafbedarf in 24 Stunden
Neugeborene8-10 Stunden (zahlreiche Unterbrechungen)16-18
1-2 Monate8,5-10 Stunden14,5-16
3 Monate*9-11 Stunden14-15
4 Monate*10-12 Stunden14-15
5 Monate10-12 Stunden14-15
6-8 Monate10-12 Stunden14-15
9-10 Monate11-12 Stunden13,5-14,5
11-12 Monate10-12 Stunden13-14
1-1,5 Jahre10-12 Stunden13-14
1,5-3 Jahre10-12 Stunden12-13 (je nach Alter)
3-5 Jahre10-12 Stunden11-12 (je nach Alter)

Tagesschlaf und Wachphasen

Tagesschlaf gesamtAnzahl NickerchenWachphasen
Neugeborene5-8 Stundenvariiert30 – 90 Minuten
1-2 Monate6-7 Stundenvariiert1-2 Stunden
3 Monate*5-6 Stunden3-51-2 Stunden
4 Monate*3-5 Stunden3-41,5-2,5 Stunden
5 Monate3-4,5 Stunden3 (evt. 4)1,5-2,5 Stunden
6-8 Monate2-4 Stunden2-32-3 Stunden
9-12 Monate2-3 Stunden22,5-3,5 Stunden
1-1,5 Jahre2-3 Stunden1-23-4 Stunden
1,5-3 Jahre2-3 Stunden14-4,5 Stunden

Anmerkungen: *Der vierte Monat ist der oft gefürchtete Kurzschläfchen-Monat, in dem das Baby meist nur ein längeres Nickerchen macht (der Rest liegt bei 30-45 Min). Das ist völlig normal! Bis zum 6. Monat pendeln sich die meisten Babys auf drei Nickerchen ein, womit eure Tage wieder vorhersehbarer und planbarer werden. Ab 3 Nickerchen ist es einfacher und meist hilfreich für alle Beteiligten, einen festen, aber flexiblen Tagesablauf einzuführen.

Wertvolles Wissen über den optimalen Schlafbedarf

Natürlich müssen wir beachten, dass die obige Tabelle nur Durchschnittswerte beinhaltet (auch wenn die Erfahrung zeigt, dass die allermeisten Babys tatsächlich diesen Schlafbedarf haben). Es gibt zwar immer wieder Eltern, die davon überzeugt sind, dass ausgerechnet ihr Baby weniger Schlaf braucht. Dies stimmt aber im Normalfall nicht (außer es wirkt immer fröhlich-freudig-ausgeruht und kämpft nicht ums Ein- und Durchschlafen ;-)).

Des Weiteren wird es selbstverständlich auch Babys/Kleinkinder geben, die eher am unteren Ende und andere, die eher am oberen Ende des aufgeführten Schlafbedarfs liegen. Und genauso gibt es auch Babys, die mehr Schlaf in den Tag packen und deshalb nachts nicht so lange schlafen. (Allerdings ist es allgemein anerkannt, dass Babys/Kleinkinder unter 2 Jahren auf jeden Fall 10 Stunden Nachtschlaf abbekommen sollten, um ihren kleinen Körper genug Erholung und Restauration zu ermöglichen.)

Schließlich sei noch angemerkt, dass mit Nachtschlaf in dieser Übersicht natürlich nicht Schlaf am Stück gemeint ist, sondern einfach der Gesamtschlaf in der Nacht.

Die meisten Ratgeber und Schlafseiten, die ich konsultiert habe, gehen davon aus, dass ein Baby mit 6, spätestens jedoch mit 9 Monaten ohne nächtliche Mahlzeit „durchschlafen“ kann. (Ich persönlich würde immer von 9-12 Monaten ausgehen.)

Wie entwickelt sich der Schlafbedarf in den ersten Jahren?

Vielleicht ist dir aufgefallen, dass Babys im ersten Jahr nicht nur einen sehr hohen Schlafbedarf haben, sondern dass sich dieser auch nur sehr langsam reduziert. Stattdessen variieren eher die Anzahl und die Länge der Nickerchen, die dein kleiner Schatz benötigt.

Aus der Tabelle lassen sich folgende Werte ablesen:

  • Neugeborene schlafen bis zu 18 Stunden in 24 Stunden mit jeder Menge Unterbrechungen tagsüber und nachts.
  • Am Ende des ersten Monates sind es noch um die 16 Stunden.
  • Babys von 4 bis 11 Monaten brauchen etwa 14-15 Stunden Schlaf in 24 Stunden.
  • Mit zwei Jahren sind es 12-13 Stunden und
  • ab 4 Jahren 11- 12 Stunden Schlaf am Tag (in 24 Stunden).

Natürlich fällt insbesondere bei größeren Kindern der Nachtschlaf kürzer aus, falls sie tagsüber noch Mittagsschlaf halten (z.B. im Kindergarten).

WICHTIG: Es gibt es immer wieder Phasen im Leben deines Babys und Kleinkindes, in denen es mächtige Entwicklungssprünge durchmacht und dann 2-4 Wochen miserabel schläft. Diese Schlafregressionen sind in der Regel vorübergehend und kein Grund zur Beunruhigung.

Hilfreiche Tipps

Falls du nun feststellst (oder ahnst), dass dein Baby tatsächlich etwas mehr Schlaf vertragen könnte, möchte ich hier direkt ein paar Tipps geben, wie du dies erreichen kannst.

1. Schritt: Notizen führen

Um eine Übersicht über das Schlafverhalten deines Babys zu erhalten empfiehlt es sich sehr, ein paar Tage lang genau zu notieren, wann und wie viel dein Baby ungefähr schläft.

Ich habe mir dazu meistens einen Wochenplan erstellt (eine DIN A4-Seite), den ich mir an einen zentralen Platz mit einem passenden Stift gelegt habe. Im Laufe des Tages habe ich mir dann die Zeiten, in denen mein Baby geschlafen hat, markiert. Nach einer Woche hatte ich dann eine gute Übersicht und gleichzeitig auch eine gute Orientierung, wann das Baby müde wird, wann es etwas trinken möchte usw.

Danach kannst du die Durchschnittswerte von 24 Stunden mit dem Gesamtschlafbedarf in obiger Tabelle vergleichen.

2. Schritt: Auswertung

Welches Ergebnis erhältst du bei deiner Schlafstatistik? Schläft dein Babys deutlich weniger?

Dann ist es womöglich übermüdet und du solltest dafür sorgen, dass es mehr und längeren qualitativ hochwertigen Schlaf bekommt.

Wie?

3. Schritt: Veränderung

Indem du z.B. schneller auf seine Müdigkeitssignale reagierst, die Bettgehzeit nach vorne schiebst und auch für seine Nickerchen eine passende, abgedunkelte Schlafumgebung schaffst (lies dazu unbedingt: „Dösig aber wach“ – So lernt dein Baby alleine einzuschlafen).

Wenn du konkret darüber nachdenkst, deinem Kind das Durchschlafen beizubringen, dann kannst du im BabySchlummerland nachlesen, wann und wie das möglich ist.

Es geht los…

Kinder und ihr Schlafbedarf variieren – das ist nur allzu logisch. Doch eine Übersicht wie oben ist sicherlich hilfreich, um den individuellen Schlafbedarf deines Kindes richtig einschätzen zu können.

Und gerade dann, wenn du spürst, dass dein Baby/Kind oftmals nicht ausgeglichen wirkt, möchte ich dich nochmal ermutigen, den Schlaf deines Babys unter die Lupe zu nehmen und seine Schlafzeiten aufzuschreiben. Führe solche Notizen 3-5 Tage lang und vergleiche dann die Durchschnittswerte mit obiger Tabelle.

Ja, das ist mit etwas Arbeit verbunden. Doch es lohnt sich. Für dich (und deine Abende). Für die restliche Familie. Und auch für deinen kleinen Schatz (erinnere dich an all die positiven Einflüsse von ausreichendem Schlaf).

Starte am besten noch heute! Ich bin gespannt, wie sich eure Abende entwickeln. Und ich hoffe, du hast bald den Superschläfer zu Hause! 😉

Alles Liebe und guten Schlaf!

Deine Sarah vom BabySchlummerland

Kostenloser Guide

9 Gründe-Guide — endlich verstehen, warum dein Baby nicht schläft

Deine Sarah

Häufige Fragen

Wie lange sollte mein Baby zwischen den Schläfchen wach sein?
Das ist die wichtigste Stellschraube für guten Babyschlaf, wichtiger als feste Uhrzeiten. Ein Neugeborenes ist oft nur 30 bis 60 Minuten am Stück wach, inklusive Füttern und Wickeln. Mit ein paar Monaten wächst dieses Wachfenster auf ein bis zwei Stunden, im zweiten Halbjahr auf zwei bis drei und mehr. Der Grund: Ist dein Baby zu lange wach, wird es übermüdet, und übermüdet schläft es schlechter ein und wacht häufiger auf. Orientiere dich weniger an der Uhr und mehr an den ersten Müdigkeitszeichen deines Babys. Die genauen Zeitfenster für jedes Alter findest du in unserer Übersicht.
Wie viel Schlaf braucht mein Baby in 24 Stunden?
Der Bedarf sinkt mit dem Alter und schwankt von Kind zu Kind. Grob gilt: Ein Neugeborenes schläft oft 16 bis 18 Stunden über den Tag verteilt, mit einigen Monaten sind es rund 14 bis 15 Stunden inklusive Nickerchen, im Kleinkindalter etwa 12 bis 14. Wichtiger als die genaue Zahl ist, wie dein Baby tagsüber wirkt. Ein Kind, das überwiegend zufrieden und ausgeglichen ist, bekommt in der Regel genug. Ein Kind, das oft quengelig, überdreht oder schnell weinerlich ist, sammelt womöglich ein Schlafdefizit an. Die Richtwerte nach Alter findest du in der Übersicht.
Woran erkenne ich, dass mein Baby müde ist?
An den frühen, leisen Zeichen, lange bevor das Quengeln kommt. Achte auf den kurzen, leeren Blick, das Wegschauen, das erste Gähnen, das Reiben der Augen, ruckartigere Bewegungen oder ein Nachlassen des Interesses am Spiel. Diese frühen Signale sind dein bestes Zeitfenster, um dein Baby ruhig zum Schlafen zu begleiten. Wartest du, bis dein Baby weint, ist es meist schon übermüdet, und dann fällt das Einschlafen deutlich schwerer. Mit der Zeit lernst du die ganz eigenen Müdigkeitszeichen deines Babys immer besser lesen.
Wie lang darf der Mittagsschlaf sein, ohne die Nacht zu stören?
Grundsätzlich darf dein Baby mittags ausgiebig schlafen. Guter Tagschlaf ist die Grundlage für gute Nächte, nicht ihr Gegenspieler, weil ein ausgeruhtes Baby entspannter und nicht übermüdet in den Abend geht. Ein langes Mittagsschläfchen würde ich deshalb erst einmal nicht kürzen. Wichtig wird es nur, wenn dein Baby am späten Nachmittag so viel schläft, dass es abends gar nicht mehr müde wird. Dann ist der richtige Hebel fast immer das letzte Nickerchen am Nachmittag, nicht der Mittagsschlaf. Deine Richtschnur bleibt die Wachzeit vor dem Schlafengehen.
Mein Baby braucht scheinbar sehr wenig Schlaf. Ist das normal?
Es gibt tatsächlich einzelne Kinder, die von Natur aus mit weniger Schlaf auskommen, aber sie sind selten. Bevor du davon ausgehst, lohnt ein genauer Blick. Der beste Maßstab ist nicht die reine Stundenzahl, sondern wie dein Baby durch den Tag kommt. Ist es über viele Tage hinweg ausgeglichen, fröhlich und entwickelt sich gut, dann bekommt es vermutlich genug, auch wenn die Summe niedriger aussieht als in den Tabellen. Baust du dagegen den Eindruck auf, dass dein Baby dauerhaft übermüdet und quengelig ist, lohnt es sich, an Wachfenstern und Bettzeit zu justieren. Ein Schlafprotokoll über ein bis zwei Wochen bringt hier oft Klarheit.
Soll ich mein Baby aus einem langen Nickerchen wecken?
Meistens nicht, denn Schlaf ist wertvoll und ein ausgeruhtes Baby schläft nachts oft besser. Es gibt aber eine sinnvolle Ausnahme: Wenn ein sehr langer oder sehr später Nachmittagsschlaf dazu führt, dass dein Baby abends überhaupt nicht mehr müde wird oder die Nacht durcheinandergerät, dann darfst du dieses letzte Schläfchen sanft begrenzen und dein Baby liebevoll wecken. Beim Mittagsschlaf lohnt sich das Wecken dagegen selten. Als Faustregel: Weck nur, wenn ein Schläfchen erkennbar den Abend oder die Nacht stört, sonst lass dein Baby ausschlafen.
Über die Autorin

Sarah Mann

Siebenfache Mama. Zertifizierte Sensitive Sleep Consultant des ISSC Australia. Gründerin von Babyschlummerland. Schreibt seit zehn Jahren über bindungsorientierten Babyschlaf, weil sie selbst Jahre gebraucht hat, um den eigenen Weg zu finden.

Mehr über Sarah
Kostenloser Guide

9 Gründe, warum dein Baby so schlecht schläft.

Sarahs ehrlicher Blick auf die echten Ursachen hinter unruhigen Nächten — damit du aufhörst, dich selbst zu hinterfragen, und endlich weißt, woran es liegt.

Kostenlos, jederzeit abbestellbar. Datenschutz.

Passend zum Thema

Auch das könnte euch helfen.

Baby

5 wirksame Schritte, um die Bettgehzeit deines Babys nach vorne zu verlegen (inkl. Übersicht ideale Bettgehzeiten & Länge der Wachphasen)

Inklusive: Wertvolle Tabellen für die ideale Bettgehzeit und die Länge der Wachphasen Für Babys ab 3 Monaten Ziehen sich deine Abende in die Länge? Passiert es, dass dein Baby oft sogar erst zwischen 22 und 23 Uhr ins…

Artikel lesen →
Baby

Schlafregression - Baby schläft plötzlich schlecht - Der große Überblick (Baby & Kleinkind)

Dein Baby will plötzlich nicht mehr schlafen und ihr leidet unter einer großen Portion Schlafmangel? Dann ist es sehr gut möglich, dass ihr euch inmitten einer Schlafregression befindet, die alle Kinder in den ersten…

Artikel lesen →
Baby

Vorsicht Schlafumstellung: Wann ein Schläfchen reicht – und wann nicht!

Das Wichtigste im Überblick: Der Wechsel von zwei auf einen Mittagsschlaf erfolgt meist zwischen dem 14. und 18. Monat – zu frühes Umstellen kann jedoch Übermüdung und Schlafprobleme auslösen. Achte auf klare Anzeichen…

Artikel lesen →