Mittagsschlaf Baby – Wann, wo und wie lange?

Sarah Babyschlafberaterin BABYSCHLAFBERATERIN SARAH MANN

Babys schlafen je nach Alter zwischen 13 und 18 Stunden am Tag. Und ein großer Teil davon findet tagsüber statt. Sobald dein Baby einen Schlafrhythmus etabliert hat, ist auch ein Mittagsschlaf ein fester Bestandteil seines Tages. Und dies wird bis etwa drei Jahren so bleiben.  Denn ein Mittagsschlaf hilft deinem Kind nicht nur, neue Kraft für den restlichen Tag zu tanken, sondern auch bisher Erlebtes zu verarbeiten.

Erfahre in diesem Artikel alles rund um Babys Mittagsschlaf: Wie lange sollte der Mittagsschlaf bei Babys und Kleinkindern sein? Wann ist die beste Zeit für einen Mittagsschlaf? Wo sollte Baby schlafen und was tut man, wenn der Mittagsschlaf nicht so klappt wie gewünscht?

Hier findest du Antworten auf diese Fragen rund um „Mittagsschlaf Baby“.

Mittagsschlaf Baby

Baby Mittagsschlaf – der Babyschlummerland-Überblick

Ein Mittagsschlaf gehört (inklusive weiteren Nickerchen) zu einem geregelten Tagesablauf von Babys ab etwa 6 Monaten. Wie auch andere Rituale gibt er deinem Baby Sicherheit und Geborgenheit.

Wichtig ist vor allem, die richtige Balance zwischen zu wenig und zu viel Tagesschlaf zu finden.

Schlafen sie tagsüber zu wenig, führt das dazu, dass sich das Stresshormon Cortisol im Körper ansammelt. Dieses wirkt wie Adrenalin und macht es für ein Baby schwieriger, sich zu beruhigen. Zudem wird es dann nachts vermehrt aufwachen oder ist morgens zu früh wach.

Schläft ein Baby dagegen zu viel, kann dies nicht nur bewirken, dass das Baby abends Probleme hat, in den Schlaf zu finden. Sondern es kommt auch hier zu vermehrtem nächtlichen Aufwachen.

Insofern ist es wichtig für Babys Mittagsschlaf und die übrigen Tagesschläfchen, sowohl auf die passende Anzahl der Nickerchen zu achten, als auch auf den entsprechenden Schlafbedarf.

Was passt zum Alter deines Babys – Schlafbedarf und Anzahl der Nickerchen

Die folgende Tabelle zeigt, dass der Schlafbedarf und Anzahl der Nickerchen vom Alter des Kindes abhängig sind (wobei natürlich jedes Kind unterschiedliche Bedürfnisse hat und es Abweichungen von diesen Durchschnittswerten geben kann.):

Tagesschlaf gesamt Anzahl Nickerchen Wachphasen
Neugeborene 5 – 8 Stunden variiert 30 – 90 Minuten
1 – 2 Monate 6 – 7 Stunden variiert 1 – 2 Stunden
3 Monate* 5 – 6 Stunden 3 – 5 1 – 2 Stunden
4 Monate* 3 – 5 Stunden 3 – 4 1,5 – 2,5 Stunden
5 Monate 3 – 4,5 Stunden 3 (evt. 4) 1,5 – 2,5 Stunden
6 – 8 Monate 2 – 4 Stunden 2 – 3 2 – 3 Stunden
9 – 12 Monate 2 – 3 Stunden 2 2,5 – 3,5 Stunden
1 – 1,5 Jahre 2 – 3 Stunden 1 – 2 3 – 4 Stunden
1,5 – 3 Jahre 2 – 3 Stunden 1 4 – 4,5 Stunden

 

Anmerkungen: *Der vierte Monat ist der oft gefürchtete Kurzschläfchen-Monat, in dem das Baby meist nur ein längeres Nickerchen macht (der Rest liegt bei 30-45 Min). Das ist völlig normal! Bis zum 6. Monat pendeln sich die meisten Babys auf drei Nickerchen ein, womit eure Tage wieder vorhersehbarer und planbarer werden. Ab 3 Nickerchen ist es einfacher und meist hilfreich für alle Beteiligten, einen festen, aber flexiblen Tagesablauf einzuführen.

Weitere Informationen findest du unter Wachphasen + Schlafbedarf Baby – Übersicht und Tabellen (0-5 Jahre).

Folgende Punkte sollten wir nun für den Mittagsschlaf bei unseren Babys beachten:

Babys Tages- und Schlafrhythmus

Einen Schlafrhythmus entwickelt die meisten Kinder erst mit 6-7 Monaten. Insofern macht es erst in diesem Alter Sinn, bei einem Baby von einem Mittagsschlaf zu sprechen und einen Tagesrhythmus zu etablieren. Davor schlafen Babys einfach dann, wenn sie müde sind.

Nickerchen-Umstellungen

Die Monate, in denen Babys die Anzahl der Nickerchen umstellen, können besonders herausfordernd sein. (Man spricht hier auch von Nickerchen-Regressionen.)

Deshalb ist es wichtig, schon möglichst früh einen geregelten Tagesablauf für dein Baby zu etablieren und zu fördern. Das wird deinem kleinen Schatz helfen, diese Umstellung gut zu meistern.

Da diese Nickerchen-Umstellungen nicht immer einfach zu meistern sind, habe ich meinem E-Book „Bindungsorientiert durchschlafen lernen“ zwei Spezial-Kapitel dazu verfasst. Diese gehen intensiv auf diese Phasen ein und zeigen, wie dein Baby gut durch diese Zeit kommst.

Lass uns als nächstes verschiedene Altersstufen anschauen, um zu sehen, wie sich Babys Mittagsschlaf entwickelt.

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Was Inga zu diesem Kurs gesagt hat:

Man hört und liest ja viel über Schlaflernprogramme und Tipps zum Durch-und Einschlafen. Aber in dem Kurs erhält man jeden Tag einen Email mit einzelnen Schritten in die richtige Richtung. Trotzdem kann man alles ganz individuell auf sein Kind und die Familiensituation anpassen. Uns hat es sehr geholfen, nun endlich ein paar Std länger am Stück schlafen zu können. Auch das Einschlafen am Tag dauert max. 5 Min und Abends höchstens 30 Min. Vielen Dank für diesen Kurs!

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Babys zwischen 5 und 10 Monate (mit 3 Nickerchen am Tag)

Wann finden die einzelnen Schläfchen statt?

Sobald sich ein Tagesrhythmus etabliert hat, machen Babys ab ca. 5-6 Monaten drei Schläfchen am Tag:

  • Ein Morgen-Nickerchen (ca. 2 Stunden nach dem Aufwachen),
  • einen Mittagsschlaf (ca. 2,5 Stunden nach dem Morgen-Nickerchen) und
  • ein Nachmittagsschlaf (ca. 3 Stunden nach dem Mittagsschlaf)

Wie lange sollte der Mittagsschlaf dauern?

Wie das Morgen-Nickerchen sollte auch der Mittagsschlaf eher etwas länger sein. Schlafberater empfehlen eine Länge von mindestens einer Stunde. (Für das Nachmittags-Nickerchen reicht dagegen oft eine Schlafdauer von 30 Minuten.)

Achte darauf, dass dein Baby vor den Schläfchen noch eine Mahlzeit zu sich genommen hat.

Babys zwischen 8 und 18 Monate (mit 2 Nickerchen am Tag)

Wann finden die einzelnen Schläfchen statt?

Mit ca. 8-10 Monaten geben die meisten Babys das dritte Nickerchen auf. Übrig bleiben ein Morgen-Nickerchen (ca. 2,5 Stunden nach dem Aufwachen) und der Mittagsschlaf (ca. 3 Stunden nach dem Morgen-Nickerchen).

Wie lange sollte ein Mittagsschlaf bei Babys dauern?

Beide Tagesschläfchen sollten mindestens 60 Minuten dauern.

Somit findet der Mittagsschlaf meistens zwischen 13:30 und 14:30 Uhr statt (bei einer morgendlichen Aufwachzeit von 7 Uhr).

Übrigens: Tipps rund um die Umstellung von 3 auf 2 Nickerchen findest Du in einem Spezial-Kapitel in BabySchlummerland-eBook „Bindungsorientiert durchschlafen lernen.

Babys zwischen 14 und 30 Monate (mit 1 Nickerchen am Tag)

Wann findet der Mittagsschlaf statt?

Die nächste Nickerchen-Umstellung – von 2 auf 1 – erfolgt mit ca. 14-18 Monaten. Dann machen Babys nur noch einen Mittagsschlaf, der etwa 4,5 – 5 Stunden nach dem Aufwachen erfolgen sollte. (Zum Beispiel 12 Uhr bei einer Aufwachzeit von 7 Uhr.)

Für die optimale Bettgehzeit achte hier auf die Müdigkeitsanzeichen deines Kindes und vermeide unbedingt, dass es übermüdet ist.

Wie lange sollte der Mittagsschlaf dauern?

Je nach Alter kann dein Kleinkind zwischen 2 und 3 Stunden Mittagsschlaf machen. Ab einem Alter von 2 Jahren brauchen Kinder nur noch 1-2 Stunden Tagesschlaf.

Doch natürlich spielt hier auch die Individualität deines Kindes eine große Rolle. Manche Kinder brauchen mehr, manche weniger.

Siehe hier für weitere Informationen rund um Babys Schlafbedarf und dem Alter entsprechende Wachzeiten.

Wichtige Fragen rund um Babys Mittagsschlaf

Sollten Babys Mittagsschlaf im Dunkeln machen? (und andere Schlafbedingungen für Babys Schlaf tagsüber)

Generell empfehle ich die gleichen Schlaf-Vorbereitungen für den Mittagsschlaf zu treffen wie für den Nachtschlaf:

  • Lege dein Baby nicht zu früh und auf keinen Fall zu spät hin. Übermüdung kann den Mittagsschlaf, den restlichen Tag und auch die Nacht ziemlich durcheinanderwirbeln.
  • Wenn möglich wähle tagsüber den gleichen Schlafplatz wie nachts.
  • Dunkle den Raum ab. Dein Baby wird dadurch viel ruhiger und tiefer schlafen können.
  • Nutze die gleichen Einschlaf-Rituale wie vor dem Nachtschlaf (evtl. verkürzt). Dies wird deinem Baby helfen, sich auf Schlaf einzustellen und besser einzuschlafen.

Wo sollte der Mittagsschlaf stattfinden?

Nach Möglichkeit sollte der Mittagsschlaf im Baby-Bett gemacht werden. Natürlich ist auch der Kinderwagen nicht verkehrt. Ich habe allerdings oft die Erfahrung gemacht, dass (je nach Altersstufe) Babys dann zu früh wieder erwachen und dann abends zu schnell quenglig werden.

(Problematisch war es bei uns oft, wenn der Spaziergang schon zu Ende war, und Babylein eigentlich im Kinderwagen noch weiterschlafen sollte. Doch sobald der Kinderwagen still stand, wachte auch Babylein schnell wieder auf.)

Übrigens kann das gleiche Problem (Babys Mittagsschlaf ist zu kurz) je nach Umständen auch in der KiTa oder bei der Tagesmutter auftreten. Hier haben wir dann hin und wieder so reagiert, dass Babylein auch mal abends um 18:30 Uhr ins Bett gegangen ist.

Wie gewöhne ich Baby an Mittagsschlaf im Bett?

In den meisten Fällen ist Babys Schlaf auch tagsüber viel besser, wenn es in seinem eigenen Bettchen schläft. Doch natürlich taucht dann die Frage auf, wie ich es erstmal daran gewöhne, im eigenen Bettchen zu schlafen.

Vieles erreicht man mit Hilfe von Ritualen, einer passenden Bettgehzeitroutine und dem richtigen Ablege-Zeitpunkt.

Hier kann dir folgender Artikel oder unser kostenlose Babyschlafkurs weiterhelfen.

Woran merkst du, dass dein Kind müde ist?

Wie bereits geschrieben ist es sehr wichtig, die Müdigkeitssignale deines Babys zu erkennen, damit es nicht übermüdet ins Bett gebracht wird.

Anzeichen für Müdigkeit sind Augen reiben, quenglig sein, gähnen und dass sie nicht mehr alleine irgendwo liegen oder sitzen wollen.

Oft ist es dann schon fast zu spät, so dass du hier schnell reagieren solltest. Was allerdings noch besser ist, ist eine Tagesroutine zu etablieren, so dass du schon genau weißt, wann dein Baby immer müde wird und ins Bett gebracht werden sollte.

Auch hier kann dir der kostenlose Babyschlafkurs vom BabySchlummerland sehr weiterhelfen.

Mittagsschlaf gelingt nicht so wie es soll! Warum?

Manchmal kann es zu Problemen kommen, wenn dein Kind seinen Mittagsschlaf machen soll.

Es weigert sich zum Beispiel einzuschlafen, ist sehr weinerlich und quenglig, der Mittagsschlaf ist viel zu kurz oder es wacht schreiend auf. Die Gründe für schlechte Nickerchen können vielfältig sein.

Im Folgenden findest Du einen Überblick über häufige Gründe.

1. Kein fester Tagesablauf

Viele Babys reagieren sensibel auf Änderung und zu viel Flexibilität im Tagesgeschehen.

Achte deshalb darauf, deinem Baby schon früh beim Etablieren einer „inneren Uhr“ zu helfen. Dann kann sich sein Körper viel leichter auf Schlafen, Wachen oder Essen einstellen.

2. Ein „falscher“ Tagesablauf

Ist der Tagesablauf allerdings nicht auf die Bedürfnisse des Babys angepasst, können sich das Einschlafen oder auch die Nickerchen insgesamt schwierig gestalten.

Übrigens: Gerade mit 4-5 Monaten sind viele Kurz-Nickerchen über den Tag verteilt ‚normal‘. In den meisten Fällen ist erst ein bis zwei Monate später ein fester Tagesablauf mit längerem Nickerchen möglich.

3. Übermüdung

Wie schon gesagt ist Übermüdung eines der Hauptprobleme, wenn es um das Einschlafen geht. Versuche, dies so gut es geht zu vermeiden.

Lies hier mehr über Übermüdung und wie du damit umgehst: Gelöst: Baby übermüdet will aber nicht schlafen?

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Was andere Eltern über den Kurs berichten:

Ich bin wirklich unglaublich froh, dass ich auf den E-Mail-Kurs gestoßen bin. Ich fühlte ich mich sofort angesprochen von Sarahs Schreibweise. Authentisch, erfahren, liebevoll wird hier geholfen. Schritt für Schritt mit Verständnis und ohne Druck kommt man ans Ziel: eine stressfreiere Schlafsituation. Ich bin wirklich sehr dankbar für den Kurs und die Möglichkeit des Austauschs in der Facebookgruppe. Tausend Dank für die Hilfe, ich hab Mut und Sicherheit gefasst, die Veränderungen anzugehen und das Gefühl, wenn der Kleine jetzt schneller einschläft und sogar in seinem Bett statt auf dem Arm ist einfach unbeschreiblich. Der Kurs war für uns bahnbrechend. Ich kann ihn uneingeschränkt weiterempfehlen. Vielen viele Dank!   Juli

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4. Schlaf-Assoziationen

Die wohl häufigste Ursache, wenn es um schlechte Nickerchen geht sind Schlaf-Assoziationen (insbesondere, wenn dein Baby älter als 5-6 Monate ist). Unter Schlaf-Assoziationen versteht man die fest etablierten Einschlafgewohnheiten, ohne die dein Kind nicht Einschlafen oder Weiterschlafen kann. Darunter fällt also alles, was dein Kind ‚braucht‘, um mit deiner Hilfe oder einem Hilfsmittel einschlafen zu können.

Diese „Hilfestellungen“ zum Einschlafen verhindern oft das Weiterschlafen nach einem Schlafzyklus.

Schlaf-Assoziationen zu lösen bedeutet also, deinem Kind beizubringen, alleine einzuschlafen.

Lies dazu auch: Ab wann und wie Babys alleine einschlafen lernen

Beachte: Schlaf-Assoziationen sind in den ersten Monaten völlig normal und stellen erst ein ‚Problem‘ dar, wenn sie zu einem Hindernis für einen guten Tages- und Nachtschlaf geworden sind.

5. Schlafregression

Wenn dein Baby generell eine anstrengende Phase hat, viel quengelt und anhänglich ist und dazu noch schlecht schläft, kann es gut sein, dass es sich gerade in einer Schlafregression befindet.

Diese 2-4-wöchigen Phasen können das Schlafverhalten (und somit auch die Tagesschläfchen) ganz schön durcheinanderwirbeln.

Doch das Gute daran ist, dass die Auswirkungen nur von vorübergehender Natur sind. In wenigen Wochen sollte sich das Ganze wieder normalisiert haben.

Mehr über Schlafregressionen findest du hier: Schlafregression – Dein Baby schläft plötzlich schlecht?

6. Nickerchen-Regression

In bestimmten Altersstufen kann es passieren, dass Babys anfangen, gegen ein Nickerchen „anzukämpfen“. Das bedeutet, dass sie ein Nickerchen boykottieren (wollen).

Das Besondere an dieser Situation ist aber, dass Babys oft noch gar nicht bereit dazu sind! (Vor allem im Altern von 10-12 Monaten kann dies auftreten.)

Viele Eltern gehen allerdings (fälschlicherweise) davon aus, dass Babys Nickerchen-Weigerung ein Zeichen dafür sei, dass es nun dazu bereit ist, weniger tagsüber zu schlafen. Doch das ist ein Trugschluss.

Die Folge ist in diesen Fällen ein übermüdetes Baby, anstrengende Abende und unruhige Nächte, in denen Babylein viele Male aufwachen könnte.

Erst letztens hatte ich einen solchen Fall in der Babyschlaf-Beratung. Ein Baby stellte zu früh ein Nickerchen ein und wachte seit dieser Zeit regelmäßig nachts schreiend auf.

Siehe auch: Was ist eine Nickerchen-Regression und wie gehe ich damit um?

Weitere häufig gestellte Fragen rund um den Mittagsschlaf bei Babys und Kleinkindern

Frage: Wie viele Stunden sollten zwischen Mittagsschlaf und dem Nachtschlaf liegen?

Das hängt ganz vom Alter deines Babys oder Kleinkindes ab. Wenn dein Kind anfängt, nach dem Mittagsschlaf kein weiteres Nickerchen zu machen (ab 8 Monate), ist es empfehlenswert einen Abstand von mindestens 3,5 Stunden zwischen Mittagsschlaf und Nachtschlaf zu haben.

In besonderen Situationen wie Erkältung oder Schlafregression kann diese Zeit auch schon mal kürzer ausfallen. Doch im Laufe der folgenden Monate wird sich diese Zeit auf 5 Stunden und länger ausdehnen.

Frage: Soll man Babys/Kleinkinder aus dem Mittagsschlaf wecken?

Unter normalen Umständen ist es nicht nötig, Babys aus ihrem Mittagsschlaf zu wecken.

Das Wichtigste ist vor allem, dass du einen deinem Baby entsprechenden Tagesablauf hast. Wenn dann dein Kind regelmäßig zur gleichen Uhrzeit abends ins Bettchen geht, ist die Länge des Mittagsschlafes nicht so wichtig. (Babys Körper spürt ganz gut, wie viel Schlaf es braucht.)

Sarahs Randnotizen

Eines meiner Babys machte generell ausschließlich 40-Minuten-Nickerchen. Und zwar auf die Minute. Sie kam damit gut zurecht und ihr Tagesablauf war auch völlig ok.

Eine andere Tochter von uns hat regelmäßig 2-3 Stunden Mittagsschlaf gemacht. Und auch das war völlig in Ordnung, weil es ihr entsprach und sie dennoch abends gut den Weg ins Bettchen gefunden hat.

Man sieht also, Babys sind ganz unterschiedlich und haben sehr verschiedene Bedürfnisse. Beide haben wir nicht aus ihren Mittagsschläfchen geweckt, sondern sie sind von alleine aufgewacht.

Dennoch kann es unter Umständen sinnvoll sein, dein Kind aus seinem Mittagsschlaf zu wecken. Zum Beispiel dann, wenn es wegen irgendwelchen Gründen mittags zu spät eingeschlafen ist und die Länge des Mittagsschlafes sehr ausdehnt. (Eine typische Situation.)

Damit es nicht in den Abend hinein schläft und dann völlig aus dem Tagesrhythmus kommt, solltest du versuchen, es sanft wach werden zu lassen, indem du zum Beispiel Geräusche und Licht in sein Zimmer lässt.

Frage: Was tun, wenn das Kind keinen Mittagsschlaf mehr halten will?

Generell ist es zu empfehlen, dass Kinder bis ca. drei Jahren einen Mittagsschlaf machen (Ausnahmen bestätigen die Regel). Oftmals stellen sie ihn aber in einem Alter von 24 bis 30 Monaten alleine ab.

Dennoch empfiehlt es sich, eine mittägliche Ruhephase beizubehalten. Oft ist es so, dass Kleinkinder nur noch alle 2-3 Tage schlafen. Wenn sie eine Ruhezeit haben, die sie zum Beispiel auf einer Matratze mit ein paar Büchern verbringen, geben wir ihnen die Möglichkeit, dann zu schlafen wenn sie es brauchen.

Frage: Wie lange dauert der Mittagsschlaf bei einem 1 Jahr alten Baby?

Die meisten Babys halten in diesem Alter 1 bis 1,5 Stunden Mittagsschlaf.

Frage: Ab wann machen Babys nur noch einen Mittagsschlaf (und sonst kein weiteres Nickerchen)?

Mit 14 bis 18 stellen die meisten Babys von zwei auf ein Tagsschläfchen um. Der Mittagsschlaf bleibt dann noch bis ca. drei Jahren ein fester Bestandteil im Alltag deines Kindes.

Aufpassen sollte man, wenn Baby ca. 11 Monate alt ist. Viele Babys versuchen dann, ihr zweites Schläfchen aufzugeben, obwohl sie eigentlich noch nicht bereit dazu sind. Bleibt man aber beharrlich, schlafen die kleinen Schätze ein ein paar Wochen nach dieser Boykott-Phase wieder wie zuvor zwei mal am Tag.

Frage: Wie kann ich meinem Baby einen Mittagsschlaf angewöhnen?

Wichtig ist es hierfür einen geregelten Tagesrhythmus zu etablieren, so dass sich dein Baby an die Schlaf-, Wach- und Essensphasen gewöhnen kann. Rituale und Regelmäßigkeiten sind hier das A und O.

 

Ich hoffe, dir helfen diese Informationen weiter und ihr könnt die Mittagszeit mit einer schönen Ruhephase genießen.

Deine Sarah