Dein Kleinkind will nicht schlafen? So klappt’s!

Sarah Babyschlafberaterin BABYSCHLAFBERATERIN SARAH MANN

Viele Eltern kennen das Problem: Das Kleinkind will nicht schlafen. Obwohl die Müdigkeit sich deutlich bemerkbar macht, weigert es sich einzuschlummern und ist stattdessen noch aktiv und will die Welt erkunden (oder es schreit herzzerbrechend).

Und dass, obwohl doch guter und altersentsprechender Schlaf eine sehr wichtige Rolle in der Entwicklung eines Kindes spielt. Er hilft ihnen, sich zu entspannen und neue Energie für den nächsten Tag zu tanken. (Schlafmangel kann dagegen zu unruhigen Kindern führen, die an Reizbarkeit und Konzentrationsschwäche leiden.)

Erfahre in diesem Artikel, warum Dein Kleinkind nicht schlafen möchte und was du tun kannst, damit dein Kleinkind (und auch du selbst!) ausgeschlafen und voller Lebensfreude in den nächsten Tag starten kann.

1. Mein Kleinkind will nicht schlafen! Warum?

Es gibt einige mögliche Gründe, warum Kleinkinder nicht schlafen wollen.

Eindrücke des Tages

Kleinkinder lernen jeden Tag unglaublich viel und nehmen dadurch sehr viele Eindrücke auf, die verarbeitet werden müssen. Vor allem nach einem anstrengenden und aufregenden Tag, wie zum Beispiel nach dem ersten Tag in der Kita, kann es schwer sein für das Kind, sich zu entspannen und Ruhephasen einzuhalten. Die Reizüberflutung ist dann einfach zu groß.

In solchen Fällen ist es ganz normal, dass das Kind nicht gut schläft. Es braucht Zeit und Ruhe, um all die neuen Erlebnisse zu verarbeiten.

Achte auch darauf, dass es nicht erst dann zu Bett gebracht wird, wenn es übermüdet ist. Das ist kontraproduktiv und ein häufiger Grund für unruhig schlafende Kinder.

Keine Routine

Eine der häufigsten Gründe dafür, dass Kleinkinder nicht gut schlafen oder Schwierigkeiten haben einzuschlafen ist die fehlende Routine.

Eine immer gleichbleibende Bettgehzeitroutine hat nicht nur den Vorteil, dass es deinem Kind sehr viel Sicherheit gibt und den ganzen Bettgeh-Ablauf viel schöner macht. Es fördert auch die natürliche Melatonin-Ausschüttung im Körper deines Kindes. Dieses Hormon hilft deinem Schatz zur Ruhe zu kommen und friedlich in eine Schlafstimmung zu gleiten.

(Daran sieht man, dass unser Körper so geschaffen ist, dass er sich Routinen wünscht und dann besser funktioniert!)

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Was Inga zu diesem Kurs gesagt hat:

Man hört und liest ja viel über Schlaflernprogramme und Tipps zum Durch-und Einschlafen. Aber in dem Kurs erhält man jeden Tag einen Email mit einzelnen Schritten in die richtige Richtung. Trotzdem kann man alles ganz individuell auf sein Kind und die Familiensituation anpassen. Uns hat es sehr geholfen, nun endlich ein paar Std länger am Stück schlafen zu können. Auch das Einschlafen am Tag dauert max. 5 Min und Abends höchstens 30 Min. Vielen Dank für diesen Kurs!

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Smartphone, Tablet und Co.

Einer der größten Müdigkeits-Killer unserer heutigen Zeit sind Fernseher, Tablets und Co.

Das blaue Licht der Bildschirme vermindert die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin, so dass der Körper viel langsamer müde wird. Einschlaf- und Durchschlafprobleme sind die Folge!

Meiner Meinung nach, sollten Kinder unter zwei Jahren auf keinen Fall regelmäßig Bildschirm-Technik nutzen.

Und generell für jeden Menschen empfiehlt es sich, alle elektronischen Geräte ein bis zwei Stunden vor dem Schlafengehen wegzulegen.

Die Ernährung

Auch das Essen kann bewirken, dass Kleinkinder nicht gut in den Schlaf finden.

Süßes Essen oder Trinken (Zucker, Aspartam) lässt Kinder aufdrehen und sollten abends vermieden werden.

Genauso können schwere Mahlzeiten das Einschlafen erschweren.

Körperliches Unwohlsein

Natürlich können auch Schmerzen oder generelles Unwohlsein Auslöser für schlechten Schlaf sein. Zahnen, Fieber, Entwicklungsschübe, Schlafregression (15-Monats-Schlafregression, 18-Monats-Schlafregression und 2-Jahres-Schlafregression), …

All dies solltest du im Blick behalten und entsprechend darauf reagieren.

→ So meisterst du die 18-Monats-Schlafregression – Liebevoll und erfolgreich!

2. Kleinkind schläft nicht: Wie viel Schlaf brauchen Kleinkinder?

Wenn dein Kleinkind sehr schwer einschläft oder häufig nachts aufwacht, kann es sein, dass der Schlafbedarf oder die Bettgehzeit nicht gut auf dein Kind abgestimmt sind.

Jedes Kind ist zwar anders und hat seinen eigenen Schlafbedarf, doch generell kann man sagen, dass Kleinkinder im Alter von 1-3 Jahren etwa 12-14 Stunden Schlaf pro Tag benötigen. Davon sollten mindestens 10 Stunden Nachtruhe sein.

Kleinkinder brauchen viel Schlaf, um sich optimal zu entwickeln und zu wachsen. Wenn sie nicht genug schlafen, können sie müde, unausgeglichen und gereizt sein. Außerdem kann es zu Konzentrationsschwächen und Lernproblemen kommen.

Und auch nachts können sich die Auswirkungen von zu wenig Schlaf oder zu spätem Ins-Bett-gehen durch unruhigen Schlaf bemerkbar machen.

Die optimale Bettzeit für Kleinkinder ist meist zwischen 19 und 20 Uhr. Damit sie genügend Schlaf bekommen und keine Übermüdung auftritt, sollten sie nicht zu spät ins Bett gehen.

Wenn dein Kind sein zweites Nickerchen aufgibt, schiebe die Bettgehzeit nach vorne.

3. Dein Kleinkind findet nicht in den Schlaf? Starte eine Routine

Wie bereits geschrieben sind Rituale und Routinen das A und O im Kinder-Einschlafprozess. Wenn du etwas tun möchtest, um deinem Kleinkind beim Einschlafen zu helfen – und ihr habt noch keine gleichbleibende Bettgehzeitroutine – dann solltet ihr damit beginnen.

Dies ist eine der besten Strategien, um Kleinkindern beim Einschlafen zu helfen.

Achte dabei darauf, dass dein Kind vor dem Schlafengehen nicht mehr tobt, sondern mit kleinen Elementen (die du für jeden Abend einführst) zur Ruhe kommt.

Jedes Kind hat da natürlich seine eigenen Vorlieben und springt auch andere Dinge an.

(Unsere Routine, die aus viel Nähe und Geschichten erzählen besteht, liebt auch unsere eineinhalbjährige Tochter schon sehr. Sie fügt sich in den Ablauf ihrer älteren Geschwister mehr und mehr ein und es hilft auch ihr, sich aufs Schlafen einzustimmen.)

Wichtig ist hierfür auch, dass Kinder schon tagsüber irgendwann die Möglichkeit haben, zu spielen und zu toben.

Elemente für eine Bettgehzeitroutine können sein: Lesen, Kuscheln, Massage, Beten, ruhige Lieder singen, Kuscheltiere in den Prozess integrieren, über den Tag reden, usw.

Zudem solltest du sehr darauf achten, dass die Bettgehzeit deines Kleinkindes jeden Abend gleichbleibt. Dies hilft dem Körper seines Kindes, sich daran zu gewöhnen und sich auf Schlafen einzustellen.

Um eine passende Bettgehzeitroutine geht es auch in unserem Babyschlafkurs.

4.  Dein Kleinkind schläft nicht ein? Prüfe die Schlafumgebung

Damit dein Kleinkind gut schlafen kann, solltest du auf eine gute Schlafumgebung achten.

Stelle sicher, dass der Raum nicht zu warm oder zu kalt ist. Eine Temperatur zwischen 16 und 20 Grad ist ideal für einen guten Schlaf. Achte außerdem darauf, dass der Raum dunkel und leise ist. Dunkelheit fördert den guten Schlaf und hilft deinem Kleinkind, sich zu entspannen. (→ Sarah’s Empfehlungen: Warum Babys im Dunkeln besser schlafen)

Vor dem Schlafengehen solltest du außerdem für frische Luft im Schlafzimmer sorgen. Lüfte den Raum am besten bevor du dein Kind ins Bett legst.

Achte auch darauf, dass im Bett keine Spielsachen liegen. Kuscheltiere können dagegen helfen, da sie deinem Kind Sicherheit geben.

5. Was kann ich sonst noch tun, wenn mein Kleinkind nicht schlafen will?

Alleine Einschlafen lernen

Trennungsangst und Gewohnheit sind häufige Ursachen dafür, warum Kleinkinder Schwierigkeiten haben ohne Mama oder Papa einzuschlafen. Gleichzeitig ist es jedoch wichtig, dass Kinder lernen, alleine in ihrem Bett einzuschlafen.

Warum?

Ein Nachtschlaf aus besteht aus verschiedenen Schlafphasen. Zwischen diesen Schlafphasen wachen (auch wir Erwachsenen) mehr oder weniger kurz auf, checken (meist unbewusst) die Lage und schlafen weiter.

Doch wenn Kinder gewöhnt sind, beim Einschlafen gewisse Hilfestellungen zu haben (z.B. auf dem Arm sein oder gestreichelt werden), möchten sie dies auch beim kurzen Aufwachen haben, um weiterschlafen zu können.

Wenn dein Kleinkind also gelernt hat, alleine einzuschlafen, kann es diese Fähigkeit auch in der Nacht nutzen, um alleine weiterzuschlafen.

Um dies zu üben, gibt es verschiedene Methoden. Ich empfehle in meinem Videokurs für Kleinkinder vor allem die Stuhlmethode (im Kurs gibt es auch exakte Anwendungspläne und viele Hintergrundinformationen). Hierbei sitzt man während des Einschlafens deines Kindes daneben und begleitet es mit Worten oder mit Körperkontakt. Doch im Laufe der nächsten Tage lässt man diese Einschlafhilfen nach und nach weg und stellt auch den Stuhl auf dem man sitzt mehr und mehr vom Bett weg.

Man übt mit dem Kind also in kleinen Schritten, dass es sich bei Einschlafen von seinen Eltern löst, um den Prozess alleine zu bewältigen.

(Dieses Vorgehen ist übrigens ganz typisch, da man seinem Kind im Laufe des Großwerdens verschiedene Herausforderungen antrainiert: Alleine in der Kita bleiben, bei den Großeltern übernachten, in die Schule gehen, usw.)

Beruhigendes Reden

Worte können im Einschlaf- und Durchschlafprozess eine sehr beruhigende Wirkung haben.

Wir haben uns angewöhnt mit gleichen Sätzen, die Bettgehzeitroutine zu beenden oder das Durchschlafen nachts zu fördern („Schlaf gut! Mama ist da und hat dich lieb! Schlaf schön weiter.„)

Solche Worte haben eine stark beruhigende Wirkung auf Kinder. Vor allem dann, wenn sie sie gewöhnt sind und damit etwas assoziieren (Jetzt ist Schlafenszeit).

Musik

Oftmals hat unseren Kindern auch ruhige Musik geholfen, besser einzuschlafen. Nicht jedes Kind mag es, aber manchmal lenkt es sie ab und beruhigt sie.

Konsequenz und gute Vorbereitung

Kleinkinder entdecken irgendwann ihren eigenen Willen. Und das kann bedeuten, dass es nochmal eine Stufe schwieriger wird, sie zum Schlafen zu bringen.

Oft hat man das Gefühl, dass die Kleinen einen an der Nase herumführen und einfach nicht ins Bett gehen wollen. Doch mit etwas Konsequenz und guter Vorbereitung kann man dem entgegenwirken.

Zuallererst sollte man sich im Vorfeld genau überlegen, wie der Ablauf des Ins-Bett-Gehens sein soll. Wann soll das Schlafengehen beginnen? Welche Rituale gibt es vor dem Einschlafen?

Diese Routinen sollten nicht zu lange sein und dürfen keine großen Diskussionen auslösen. Auch sollten sie jeden Abend zur gleichen Zeit stattfinden. So gewöhnen sich die Kleinen an den Ablauf und wissen genau, was jetzt passieren muss.

Wichtig ist auch, dass du dir vorher überlegst, welche Punkte dein Kind mitbestimmen darf und wo nicht. So kann es beispielsweise sein, dass dein Kind entscheiden darf, ob es noch eine Geschichte hören oder ein Lied singen möchte – aber nicht, ob es noch lange aufbleiben oder gar nicht erst ins Bett gehen will!

Generell sollte man bedenken, dass man seinem Kind beibringen möchte, Entscheidungen zu treffen. Lässt man ihm also im Laufe der Bettgehzeitroutine einige Entscheidungsmöglichkeiten, entspannt das sehr und es hilft deinem Kind in der Entwicklung.

Weitere Beispiele könnten sein:

  • Es gibt zwei Schlafsäcke. Dein Kind darf aussuchen, welchen es anzieht. (Aber nicht, ob es einen anzieht.)
  • Es gibt zwei Zahnbürsten/Zahnpasten. Es darf aussuchen, welche es nimmt. (Aber nicht, ob es heute Zähne putzt.)
  • Es darf aussuchen, ob es auf dem Arm oder auf dem Rücken zum Schlafzimmer gebracht wird. (Aber nicht, dass es jetzt Zeit ist, zum Schlafzimmer zu gehen.)

Nach unserer Erfahrung bringen diese kleinen Mini-Mit-Entscheidungen eine große Entspannung in den Kinder-Alltag (nicht nur beim Ins-Bett-gehen).

Achte auf die Länge des Mittagsschlafs

Die Wachphasen zwischen den Schlafenszeiten sollten bei deinem Kind nicht zu lang und nicht zu kurz sein. Für Kleinkinder mit 2 Tagesschläfchen sind 3-4 Stunden angemessen. Sollte dein Kind nur noch einmal am Tag schlafen, achte darauf, dass die beiden Wachphasen zwischen 4 und 5,5 Stunden betragen (die vor dem Nachtschlaf etwas länger).

Damit wird dein Kind abends zur passenden Zeit auch müde (und nicht übermüdet) sein.

6. Kleinkind wacht nachts ständig auf! Ich kann nicht mehr!

Wenn Kinder nicht wie erwartet schlafen, kann das ganz schön an den Nerven zehren. Passiert das nicht nur ein paar Mal, sondern sogar regelmäßig ist Schlafmangel die logische – und kräftezehrende – Konsequenz.

Aber was dann?

Hier einige Tipps, wie du nach einer schlechten Nacht, den Tag retten kannst:

Powernap

Im Alltag mit Kleinkind ist es meist schwierig, viel Schlaf nachzuholen oder einen ausgiebigen Mittagsschlaf zu machen. Was stattdessen viel eher praktikabel ist und auch tatsächlich hilft, sind Powernaps (15-minütiger Kurzschlaf).

Frische Luft

Schon ein ordentliches Durchlüften der Wohnung hat oft einen wunderbaren Effekt. Doch wenn es in den Alltag passt, lohnt sich der Spaziergang an der frischen Luft nochmal um einiges mehr. Das schafft nicht nur Bewegung und neue Energie. Auch unseren Kindern tut es gut.

Hilfe von außen

Wenn es möglich ist, ist es unglaublich kostbar. Jemand, der mal mit deinem Kind spazieren geht, bei dir durchsaugt oder etwas zu Essen vorbei bringt… es ist so hilfreich!

Und habe kein schlechtes Gewissen. Menschen helfen gerne (und sind oft froh, wenn sie konkrete Vorschläge bekommen, wie sie unterstützen können).

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Was andere Eltern über den Kurs berichten:

Ich bin wirklich unglaublich froh, dass ich auf den E-Mail-Kurs gestoßen bin. Ich fühlte ich mich sofort angesprochen von Sarahs Schreibweise. Authentisch, erfahren, liebevoll wird hier geholfen. Schritt für Schritt mit Verständnis und ohne Druck kommt man ans Ziel: eine stressfreiere Schlafsituation. Ich bin wirklich sehr dankbar für den Kurs und die Möglichkeit des Austauschs in der Facebookgruppe. Tausend Dank für die Hilfe, ich hab Mut und Sicherheit gefasst, die Veränderungen anzugehen und das Gefühl, wenn der Kleine jetzt schneller einschläft und sogar in seinem Bett statt auf dem Arm ist einfach unbeschreiblich. Der Kurs war für uns bahnbrechend. Ich kann ihn uneingeschränkt weiterempfehlen. Vielen viele Dank!   Juli

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Früher ins Bett gehen

Wenn es möglich ist, räume einem Früh-ins-Bett-gehen eine hohe Priorität ein. Auch wenn andere Dinge dadurch wegfallen, ist es die beste Möglichkeit, guten und wertvollen Schlaf zu bekommen.

Die Nacht aufteilen

Es ist nicht immer machbar, aber wenn, kann es eine große Entlastung sein, wenn sich Mama und Papa die Nacht untereinander aufteilen. Wer schaut wann nach dem Kind und wer darf schlafen.

Papa kann übrigens auch bei anderen Zeiten gut helfen. Zum Beispiel beim ins Bett bringen. (Lies dazu auch: Wie kann man Baby daran gewöhnen, von Papa ins Bett gebracht zu werden?)

Gönn die eine Auszeit

Manchmal muss man einfach mal abschalten und zur Ruhe kommen. Gerade in solchen Schlafmangel-Phasen und in Zeiten, in denen man so viel für das Kind da sein muss. Da tut es gut, mal gemütlich eine Tasse Tee zu trinken, ein heißes Bad zu nehmen oder einer sonstigen Entspannungsmöglichkeit nachzugehen, die man schon lange nicht mehr gemacht hat.

Das ist wichtig und sollte gegebenenfalls im Terminkalender geplant werden.

Hilf deinem Kind zu besserem Schlaf

Es ist nicht immer möglich (z.B., wenn das Kleinkind krank oder in einer Schlafregression ist). Aber um eure Situation zu verbessern, macht es sehr viel Sinn, am Schlaf deines Kindes zu arbeiten.

Es gibt wunderbare Möglichkeiten, wie du deinem Kind helfen kannst besser zu schlafen (Nein, Schreien-lassen gehört nicht dazu!). Und genau aus diesem Grund habe ich meinen Schlummerkönig-Videokurs ins Leben gerufen.

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7. Häufige Fragen:

Mein Kleinkind schläft nicht durch – Wann ändert sich das?

Lass uns die Studienlage checken, um konkrete Antworten auf diese Frage zu erhalten.

Eine groß angelegte Studie in Großbritannien mit knapp elftausend Teilnehmern fand folgendes heraus:

  • Mehr als 1/3 aller Babys wachen mit 12 Monaten nachts noch regelmäßig auf.
  • Knapp 1/4 der 2-Jährigen schlafen nachts noch nicht durch.
  • 16% der älteren Kinder bleiben kleine Nachteulen und wachen weiterhin regelmäßig auf.

Was heißt das konkret?

Knapp 33% aller Kinder schlafen mit einem Jahr noch nicht durch (also recht normal in diesem Alter).

Doch jetzt, aufgepasst:

Etwa 25% der Kinder schlafen mit zwei Jahren immer noch nicht durch!

Du siehst, der Unterschied ist auffallend gering – von etwa 33% auf 25% (nur 8% weniger!)

Das heißt im Klartext: Ca. 3 von 4 Kindern, die mit einem Jahr noch nicht durchschlafen, schlafen auch mit 2 Jahren immer noch nicht durch!

(Unklar ist, ob die restlichen 1/4 diesen Schritt überhaupt von sich aus geschafft haben!)

Weiter: Über 60% (!) der zweijährigen Kinder, die immer noch nicht erlernt haben durchzuschlafen, schleppen ihre Schlafprobleme dann auch ins Kindergartenalter mit!

(Die Rate der „Durchschläfer“ fällt nur von ca. 25% auf 16%, also behielten 64% der 2-Jährigen ihre fragmentierten Schlafmuster langfristig bei.)

Ein konkretes Beispiel

Um diese vielen Zahlen etwas besser zu verstehen, machen wir ein kleines Fallbeispiel:

Nehmen wir Mareike (ausgedachte Person). Mareike hat mir ihrem kleinen Benjamin, 1 Jahr alt, so ihre lieben Schlaf-Probleme. Sie hofft darauf, dass sich diese Schlafprobleme in den nächsten 12 Monaten von alleine lösen.

Doch die Studie aus Großbritannien zeigt, dass dies zu 75% (!) nicht passieren wird!

Mindestens!

Die Wahrscheinlichkeit könnte sogar noch höher sein, da Mareike möchte, dass Benjamin „von alleine“ lernen wird, gut zu schlafen. (In der Studie war dies aber keine Voraussetzung. Sicherlich haben viele aktiv etwas probiert, um zu den anderen 25% zu gehören)

Und Mareike muss aufpassen! Denn zu mindestens 45% (75% mal 60%) gehört Benjamin auch zu denjenigen, die im Kindergartenalter noch Schlafprobleme besitzt.

Was lernen wir daraus?

Auch wenn sich die Schlafprobleme mit wachsendem Alter verringern, gilt insbesondere ab 12 Monaten: In sehr vielen Fällen sprechen wir tatsächlich von Jahren (!) ohne Durchschlafen!

Also: Wenn Dein Baby ab ca. 10-12 Monaten (wo nächtliche Mahlzeiten theoretisch nicht mehr nötig sind; ich setze diese Grenze dabei sehr „sanft“ und spät an im Gegensatz zu führenden Schlafexperten und Kinderärzten weltweit) immer noch schlecht schläft, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass Euch Eure Schlafprobleme noch etliche Monate oder auch Jahre begleiten werden.

Denn von selbst verwachsen sich Schlafprobleme ab dem 1. Lebensjahr selten bzw. nur sehr langsam!

Insofern ist es super, dass du auf dieser Seite gelandet bist und nach Lösungen suchst. Ich kann dich – aus eigener Erfahrung – nur dazu ermutigen, aktiv zu versuchen, eure Schlafsituation zu verbessern.

Mein Kleinkind schreit beim Einschlafen? Gibt es Grund zur Sorge?

Hier solltest du in jedem Fall zunächst körperliche Beschwerden nachprüfen. Ist dein Kind krank? Ist es am Tag irgendwann gestürzt? Verkrampft es? Bekommt es vielleicht neue Zähne?

Kannst du diese Dinge ausschließen solltest du auch anderes Wohlbefinden checken: Volle Windel, Hunger, Durst, zu kalt oder zu warm. Auch Wachsstumsschübe oder eine Regression können der Grund sein.

Wenn es auch hieran nicht liegt, kämpft dein Schatz sehr wahrscheinlich gerade gegen Übermüdung (zu spät im Bett), Überreizung (viele Eindrücke vom Tag, wenige Ruhephasen) oder hat Trennungsängste (will nicht alleine sein, hat noch nicht gelernt alleine einzuschlafen).

→ siehe auch: Baby schreit vor jedem Einschlafen? Wie Du jetzt helfen kannst!

Kind 2,5 Jahre wacht nachts schreiend auf – Was soll ich tun?

Wenn dein Kind nachts schreiend aufwacht und sich nicht beruhigen lässt, kann es sich sehr gut um einen sogenannten Nachtschreck handeln.

Dieser kann einen ganz schön erschrecken, weil das Schreien sehr panisch klingt. Dennoch kann man generell beruhigt sein, da es harmlos ist. Es hat auch nichts mit Alpträumen zu tun.

Als Eltern kann man neben gut zureden und streicheln meistens nicht viel machen als warten, bis es vorbei ist.

Vielleicht hatte es aber auch einen schlechten Traum oder erinnert sich an nicht so schöne Erlebnisse vom Tag.

Versuche dann, dein Kind zu trösten und ihm zu sagen, dass alles in Ordnung ist. Halte es fest in deinen Armen und streichel es sanft, bis es sich beruhigt hat. Wenn möglich, bleib bei ihm, bis es wieder eingeschlafen ist.

In den meisten Fällen werden Kinder nachts nur gelegentlich von Albträumen oder Ängsten geweckt. Wenn dies jedoch häufiger vorkommt oder dein Kind extrem verängstigt wirkt, solltest du einen Arzt aufsuchen.

→ Für weitere Gründe für nächtliches Schrei-Aufwachen siehe auch: Mein Baby wacht auf und schreit wie am Spieß? 15 Gründe und Lösungen

Und jetzt?

Ich hoffe, die Tipps, die ich dir gegeben habe, werden dir helfen, besser zu verstehen, warum dein Kleinkind nicht schlafen will und was du tun kannst, um die Situation zu verbessern. Es ist wichtig, aktiv zu werden und deinem Kleinkind zu helfen, besser zu schlafen. Es kann eine Herausforderung sein, aber ich weiß, dass du es schaffen wirst.

Wenn du Hilfe brauchst, schaue unbedingt in meinen Schlummerkönig-Videokurs rein!

Deine Sarah