„Mein Baby schläft nicht im Beistellbett!“ – Was Du jetzt tun kannst

Sarah Babyschlafberaterin BABYSCHLAFBERATERIN SARAH MANN

Beistellbetten erfreuen sich großer Beliebtheit. Und das zu Recht. Sie können den Schlaf von Mama und Baby sehr verbessern – und vereinen dabei viele Vorteile.

Doch was sich in der Theorie gut anhört, ist in der Praxis manchmal gar nicht so einfach zu erreichen.

Elternstimmen wie die folgende begegnen mir nicht selten:

Wenn ich meinen Kleinen abends in sein Beistellbett legen will wacht er sofort auf und macht richtig Radau. Das Einschlafen kann so bis zu einer Stunde dauern! Nehme ich ihn aber raus und auf dem Arm (oder lass ihn neben mir im Bett einschlafen), ist alles ok.
Maja (Name geändert)

Was kannst du also tun, wenn dein Baby nicht im Beistellbett schlafen will?

In diesem Artikel erhältst du 7 wertvolle Tipps!

Baby schläft nicht im Beistellbett – Warum eigentlich?

Meistens ist die Ursache in einem der beiden Punkte enthalten:

  1. Dein Baby ist es noch nicht gewöhnt, unabhängig von Mama zu schlafen.
  2. Babys Einschlafritual verhindert guten Schlaf im Beistellbett.

(Natürlich kann es auch noch weitere Ursachen geben.)

Gehen wir diese beiden Gründe kurz durch. Anschließend wirst du noch besser erkennen können, was deinem kleinen Schatz helfen wird, um besser im Beistellbett schlafen zu können.

1. Schlafen bei Mama

Dein Baby will nicht im Beistellbett schlafen?

Klar! Bei Mama ist es ja auch viel schöner 🙂

Dein Baby war viele Monate im Schlaraffenland Mama-Bauch. Es ist also gewöhnt, eng bei Mama zu sein und bei ihr zu schlafen.

Insofern muss dein kleiner Schatz erst einmal (zu einem geeigneten Zeitpunkt) lernen, im eigenen Bett zu schlafen. Und das fällt manchen leichter und anderen schwerer.

Doch du kannst ihm natürlich helfen, diesen Schritt besser zu meistern (dazu gleich mehr.)

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Was Inga zu diesem Kurs gesagt hat:

Man hört und liest ja viel über Schlaflernprogramme und Tipps zum Durch-und Einschlafen. Aber in dem Kurs erhält man jeden Tag einen Email mit einzelnen Schritten in die richtige Richtung. Trotzdem kann man alles ganz individuell auf sein Kind und die Familiensituation anpassen. Uns hat es sehr geholfen, nun endlich ein paar Std länger am Stück schlafen zu können. Auch das Einschlafen am Tag dauert max. 5 Min und Abends höchstens 30 Min. Vielen Dank für diesen Kurs!

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2. Der Einschlaf-Prozess

Wie dein Baby einschläft hat generell große Auswirkungen darauf, wie dein Baby im Allgemeinen schläft. Schläft es zu spät ein? Schläft es beim Trinken ein und wird abgelegt? Wird es zum Einschlafen getragen oder geschunkelt?

Generell kannst du dir merken: So wie dein Baby einschläft so möchte es auch die ganze Zeit schlafen. (Veränderungen der Schlafsituation sind also nicht so beliebt.)

Insofern ist es wichtig, dass du deinem Baby hilfst, so einzuschlafen, wie es für den Rest des Schläfchens auch schlafen soll.

Dein Baby will nicht im Beistellbett schlafen? 7 Tipps

1. Ein warmes Bettchen

Vielleicht fällt es deinem Baby schwer, unabhängig von Mama zu schlafen.

Um ihm dahingehend zu helfen, könntest du das Beistellbett schon im Vorhinein etwas vorwärmen, indem Du zum Beispiel eine Wärmflasche hineinlegst.

Warum?

Wenn Dein Baby bei dir auf dem Arm einschläft, kann beim Ablegen ins Beistellbett die Temperaturänderung dazu führen, dass es aufwacht. (Denk daran, die Wärmflasche zu entfernen, bevor du das Baby hinlegst, und überprüfe, ob es nicht zu warm ist.)

Um den Schlafplatz gegen kalte Luftzüge zu schützen, kannst du die Seiten des Beistellbettes mit Stoffen versehen. (Wenn du ein Nestchen für dein Baby baust, achte darauf, dass dein Schatz auf keinen Fall unter Kissen oder Decken rutschen kann.)

Auch eine Fleece-Decke unter dem Bettlaken macht das Bettchen etwas wärmer (und schützt zusätzlich die Matratze).

2. Ein guter Duft

Viele Mamas berichten, dass ihr Baby besser schläft, nachdem sie im Bettchen ein Laken verwenden, das sie selbst vorher einige Nächte mit im Bett hatten. Es nimmt dadurch den vertrauten Mama-Geruch auf, den Babylein gewohnt ist.

(Neugeborene haben einen hochentwickelten Geruchssinn. Wenn sie geboren werden, können sie dich noch nicht sehen, aber sie kennen deinen Geruch. Dein Geruch ist sehr beruhigend für sie und es lässt sie denken, dass du in der Nähe bist.)

3. Vorsichtiges Ablegen

Wenn dein Baby auf deinem Arm eingeschlafen ist, achte beim Ablegen ins Beistellbett darauf, dass du es mit den Füßen zuerst hinlegst. Legt man sie mit dem Kopf voran hin, kann es sein, dass es aufschreckt, weil es das Gefühl hat, zu fallen.

4. Pucken

Pucken kann generell sehr gut dabei helfen, dass Babys besser schlafen (und weniger aus dem Schlaf aufschrecken). Ich habe alle meine Babys regelmäßig zum Schlafen gepuckt und habe gute Erfahrungen damit gemacht.

Gerade dann, wenn sie nicht im Bettchen liegend einschlafen, und du sie schlafend ablegen möchtest, kann Pucken sehr praktisch sein.

Neben normalen Pucktüchern oder Pucksäcken gibt es übrigens auch Puck-Hilfen (zum Beispiel SaddleMe) oder Übergangs-Schlafsäcke (Wombambino).

5. Auch Tagsüber üben

Damit sich dein Baby noch besser an das Beistellbettchen gewöhnt, nutze es auch tagsüber für Schläfchen. Gerade das erste Nickerchen am Tag bietet sich hervorragend dafür an.

6. Optimales Einschlafen

Um das Schlafen im Beistellbett zu fördern, ist es sehr wichtig, das Einschlafen deines kleinen Schatzes gut zu meistern.

Dazu solltest du auf folgende Punkte achten:

  • Dein Baby sollte müde, aber auf keinen Fall übermüdet sein
  • Versuche so früh wie möglich, das Einschlafen vom Stillen oder Trinken zu entkoppeln. Wenn dein Baby regelmäßig beim Stillen einschläft, kann es zu Schlafassoziation kommen, die bewirken, dass dein Baby häufig wach wird.
  • Führe am besten schon ab dem 3. Lebensmonat eine Bettgehzeitroutine bei deinem Baby ein. Finden Schritte wie Raum abdunkeln, Wickeln, Umziehen, Gute-Nacht-Lied, u.ä. immer in der gleichen Reihenfolge statt, stellt sich dein Kind (und sein Körper) noch besser auf Schlaf ein. (LINK)
  • Lege dein Baby dösig aber wach ab und gewöhne es daran, im Liegen einzuschlafen. Auch wenn dieser Schritt manchen Babys nicht leichtfällt, kann er letztendlich das Einschlafen und den Schlaf allgemein enorm verbessern. Es wird deinem Baby helfen, das Bett mit dem Einschlafvorgang zu assoziieren.

Weitere hilfreiche Informationen über das Einschlafen findest du in Ab wann und wie Babys alleine einschlafen lernen – Der ultimative Guide.

7. Beharrlichkeit

Vor allem dann, wenn du etwas an den bisherigen Schlafgewohnheiten verändern möchtest (z.B. nicht mehr im Arm einschlafen), empfehle ich dir folgendes sehr: Brich die Umgewöhnung nicht gleich nach dem ersten Versuch ab, falls es nicht funktioniert und Babylein sich beschwert. Jede Umstellung ist mehr oder weniger herausfordernd (wir Menschen lieben Gewohnheiten).

Insofern sei beharrlich und probiere es immer wieder. Letztendlich wird gerade auch dein kleiner Schatz davon profitieren, wenn er etwas Neues gelernt hat.

Wichtige Fragen rund um das Beistellbett

„Mein Baby schläft nicht im Beistellbett – Soll ich etwas daran ändern?“

Wenn Du mit eurer Schlafsituation zufrieden bist und es sichergestellt ist, dass dein Baby nicht unter irgendeine Decke rutscht (falls es mit bei dir im Bett schläft), musst du nicht notwendigerweise zum Beistellbett wechseln.

Jedoch liegt hinter dieser Frage meist eine ganz andere: Ist es für mein Baby nicht besser, wenn ich es auch nachts viel mit mütterlicher Wärme und Nähe umsorge?

Auch hier kommt es auf eure Schlafsituation an. Viele Eltern landen hier im BabySchlummerland, weil sie gerade keine harmonischen Nächte mit ihrem Baby haben. Häufiges Aufwachen, schlechtes Einschlafen und viel Unruhe bestimmen die Abende und Nächte. Und nicht nur Babylein ist am nächsten Morgen alles andere als ausgeschlafen, sondern vor allem auch Mama.

Wäre es da nicht besser, die Nächte zum Schlafen zu nutzen und die Nähe und Wärme an bestimmten Zeitpunkten tagsüber nachzuholen (gepaart mit ganz viel Freude und Ausgeglichenheit)!?

Wir haben die Erfahrungen gemacht, dass es Babys viel besser geht, wenn sie sich daran gewöhnt haben, selbstständiger zu schlafen. (Und was kann es Schöneres für dein Kind geben, wenn Mama glücklich und ausgeglichen ist!?)

„Kann ich mein Baby auch mit in meinem Bett schlafen lassen?“

Generell ist das natürlich möglich. Jedoch können dabei zwei Probleme auftreten:

  • Die Gefahr des plötzlichen Kindstodes ist höher (SIDS). Wichtig ist, dass Eltern nicht rauchen und keinen Alkohol trinken sollten. Zudem sollte sichergestellt werden, dass Babylein auf keinen Fall unter die Decke rutschen kann.
  • Wenn Mama nicht mehr kann und unter Schlafentzug leidet, ergibt sich eine komplett andere Situation. Ich habe es auch sehr genossen, viel mit meinen Babys zu kuscheln und sie nachts ganz eng neben mit zu haben. Doch irgendwann kam bei den meisten von ihnen die Situation, dass sie Schlafprobleme entwickelt haben und ich nachts nicht mehr zu Schlaf kam. Dann ist ein Zeitpunkt erreicht, an dem man etwas ändern sollte.

„Warum schläft mein Baby im Stubenwagen gut, aber nicht im Beistellbett?“

Häufig hört man Eltern folgendes berichten:

Unser kleiner Schatz schläft fast den ganzen Tag seelenruhig im Stubenwagen. Aber wehe wir gehen ins Bett und legen ihn ins Beistellbett. Dann gehts los…kein Halten in Sicht…er schaukelt sich hoch und gerät richtig in Rage. Wir verstehen nicht warum im Stubenwagen alles gut ist, im Beistellbett aber nicht.
Andrea (Name geändert)

Der Grund liegt weniger am Bett, sondern am Unterschied zwischen Tagesschlaf und Nachtschlaf. Diese werden in unterschiedlichen Gehirnhälften verarbeitet und können so ganz unterschiedlich gut oder schlecht laufen.

Die Gründe für das Nicht-schlafen-wollen im Beistellbett sind dann die gleichen wie oben beschrieben.

„Was sind die Vorteile eines Beistellbettes?“

Beistellbetten erfreuen sich großer Beliebtheit. Und das zu Recht. Sie können den Schlaf von Mama und Baby sehr erleichtern und vereinen dabei viele Vorteile:

  • Dein Baby kann nachts leicht gestillt werden, ohne dass du aufstehen musst.
  • Dein Schatz spürt deine Nähe, weil es direkt neben dir schlafen kann. Damit kann es auch leichter beruhigt werden, indem du zum Beispiel deine Hand auf seine Brust legst.
  • Beistellbetten ermöglichen es Babys, sich an ihren eigenen Schlafplatz zu gewöhnen. Es ist also das optimale Übergangsbett, bis dein Kind irgendwann in seinem eigenen Bettchen schläft. (Viele Beistellbetten lassen sich auch problemlos durch Hochklappen der offenen Seite zu einem eigenständigen Bett umbauen.)
  • Schläft Dein Baby neben dir in einem Beistellbett (und nicht mit in deinem Bett), wird die Gefahr deutlich verringert, dass es zum Beispiel unter eine Decke rutscht. Und somit tragen Beistellbetten dazu bei, das Risiko des plötzlichen Kindstods (SIDS) zu verringern.
  • Und zuletzt erfreut sich Mama über ausreichend Platz beim Schlafen. (Diesen müsste es mit Babylein teilen, wenn es mit in ihrem Bett schlafen würde.)

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Was andere Eltern über den Kurs berichten:

Ich bin wirklich unglaublich froh, dass ich auf den E-Mail-Kurs gestoßen bin. Ich fühlte ich mich sofort angesprochen von Sarahs Schreibweise. Authentisch, erfahren, liebevoll wird hier geholfen. Schritt für Schritt mit Verständnis und ohne Druck kommt man ans Ziel: eine stressfreiere Schlafsituation. Ich bin wirklich sehr dankbar für den Kurs und die Möglichkeit des Austauschs in der Facebookgruppe. Tausend Dank für die Hilfe, ich hab Mut und Sicherheit gefasst, die Veränderungen anzugehen und das Gefühl, wenn der Kleine jetzt schneller einschläft und sogar in seinem Bett statt auf dem Arm ist einfach unbeschreiblich. Der Kurs war für uns bahnbrechend. Ich kann ihn uneingeschränkt weiterempfehlen. Vielen viele Dank!   Juli

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„Wann ist es Zeit, dass Beistellbett aufzugeben?“

Spätestens dann, wenn dein Baby zu groß oder zu schwer für das Bett ist, solltet ihr zu einem normalen Babybett wechseln.

Doch je nach Persönlichkeit (oder Sensibilität) deines Kindes kann es sogar sein, dass dein Baby in einem eigenen Bettchen, das etwas weiter weg vom Elternbett steht, besser schläft. (Oder sogar im eigenen Zimmer.)

„Was sollte ich bezüglich Sicherheit noch beachten?“

Bei Neugeborenen gibt es einige Dinge, die du tun kannst, um das Risiko von SIDS (plötzlicher Kindstod) und anderen Schädigungen zu verringern:

  • Die American Academy of Pediatrics (AAP) empfiehlt, dass Babys bis zum Alter von 6 Monaten bei den Eltern mit im Zimmer schlafen
  • Entfernen Kissen, Decken, Spielzeug und Nestchen aus dem Schlafbereich deines Babys
  • Achte darauf, dass das Babybettchen eine feste Matratze hat
  • Vermeide in der Wohnung zu rauchen
  • Setze dein Baby keinen Bildschirmen aus
  • Pucke dein Baby nicht mehr, sobald es anfängt, sich umzudrehen