Baby 6 Monate Schlaf – Schlafbedarf, Wachphasen und Schlafprobleme


Von Babyschlafberaterin Sarah 

6 Monate ist ein markanter Meilenstein in Babys erstem Lebensjahr. Ihr habt nun das erste halbe Lebensjahr gemeistert und lasst damit viele Herausforderungen der Neugeborenen-Zeit hinter euch (yeahhh). Jetzt geht es mit einer besonderen „Baby“-Zeit weiter, in der Babylein viele spannende Entwicklungen durchmacht.

Hier erfährst du alles rund um Schlafbedarf, Wachphasen, Tagesablauf und was ihr bei eventuellen Schlafproblemen machen könnt.

Baby 6 Monate Schlaf

1. Was beeinflusst Babys Schlaf mit 6 Monaten?

Babys Schlaf kann durch verschiedene Faktoren beeinträchtigt sein. Schließlich macht dein kleiner Schatz wichtige Entwicklungen durch.

Mentale und kognitive Ursachen

  • Blabbern: Babys beginnen nun immer mehr Laute zu produzieren und mit Silbenkombinationen zu spielen. Ja, „bab-bab-bab“  und „ma-ma-ma“ ist soo süß, sofern es dich nicht morgens um 5 aus dem Schlaf holt.
  • Wahrnehmung: Dein Baby versteht nun immer mehr, dass Dinge zueinander in Beziehung stehen, oben oder unten, vorne oder hinten sein können. Seine Welt wird größer und es nimmt Entfernungen wahr.
  • Trennungsangst: Manche Kinder zeigen erste Anzeichen von Trennungsängsten. Dies hängt eng mit obigen Punkt zusammen. Dein Baby versteht nun vermehrt, dass du nah oder fern sein kannst. Zudem weint es womöglich, wenn du den Raum verlässt.

Gründe durch neu gewonnene Mobilität

  • Rollen: Zwischen 5-6 Monaten beginnen die meisten Babys, sich auf die Seite zu rollen und etliche Babys nutzen das Rollen sogar als neue Fortbewegungsart. Vielleicht schreit dein Baby nun nach dir, weil es im Gitterbett feststeckt.
  • Sitzen: Mit 6 oder 7 Monaten beginnen Babys sich aufzusetzen bzw. zu üben in diese Position zu kommen.
  • Robben/Krabbeln: Nun wird es spannend. Vermutlich beginnt dein Kleines nun, sich durch die Gegend zu schieben und startet erste Robb-Versuche. Ganz schnelle Babys üben sich schon im Vierfüßlerstand und Krabbeln.

All diese neuen, tollen Fähigkeiten bedeuten ganz schön viel Arbeit für Körper und Gehirn. Entsprechend werden sie dann gerne auch oft beim Einschlafen oder mitten in der Nacht weiter verarbeitet und geübt. Gähhn.

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Was Inga zu diesem Kurs gesagt hat:

Man hört und liest ja viel über Schlaflernprogramme und Tipps zum Durch-und Einschlafen. Aber in dem Kurs erhält man jeden Tag einen Email mit einzelnen Schritten in die richtige Richtung. Trotzdem kann man alles ganz individuell auf sein Kind und die Familiensituation anpassen. Uns hat es sehr geholfen, nun endlich ein paar Std länger am Stück schlafen zu können. Auch das Einschlafen am Tag dauert max. 5 Min und Abends höchstens 30 Min. Vielen Dank für diesen Kurs!

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Körperliche Ursachen

  • Zahnen: Die ersten lieben Zähnchen suchen sich zumeist mit 6-12 Monaten ihren Weg durch das Zahnfleisch. Je nach Kind kann der Schmerz vom Zahnen erheblich den Schlaf stören.
  • Ernährung: Dein Baby ist nun bereit, Beikost zu essen und mit etwa 6 Monaten starten die meisten Eltern die ersten Versuche mit Babybrei und Co. Diese Umstellung plus evtl. sensible Reaktionen auf verschiedenen Nahrungsmittel oder sogar Unverträglichkeiten  können durchaus Wirbel in Babys Bauch bringen und damit auch den Schlaf beeinflussen.

2. Schlafbedarf und Wachphasen - Wie viel Schlaf benötigt ein 6 Monate altes Baby?

In diesen ganzen (möglichen) Herausforderungen ist es wichtig, dass dein Baby einen guten Rhythmus hat. Wachphasen und Schlafphasen sollten den für dein Baby passenden Platz haben.

6-8 Monate alte Babys benötigen 14-15 Stunden Gesamtschlaf innerhalb von 24 Stunden. Diese verteilen sich auf 10-12 Stunden Nachtschlaf (mit Unterbrechungen) und 2-4 Stunden Tagesschlaf, verteilt auf 2-3 Nickerchen.

Die Wachphasen sollten zwischen 2 und 3 Stunden lang sein.

3. Typischer Tagesablauf für Baby mit 6 Monaten

Ein typischer Tagesablauf eines 6 Monate alten Babys mit 3 Nickerchen könnte wie folgt aussehen:

7:00 Uhr Aufstehen

9:00 Uhr Morgenschläfchen

13:00 Uhr Mittagsschläfchen

16:30 Uhr Mini-Nickerchen

19:30 Uhr Bettgehzeitroutine

20:00 Uhr Schlafen

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4. Baby 6 Monate Schlafprobleme - was tun?

Eltern mit 6 bis 7 Monate alten Baby durchleben manchmal unerwartete Rückschritte oder Verschlechterungen im Schlafverhalten ihrer Kinder. Diese Rückschritte bezeichnet man als Schlafregression.

Typische Anzeichen und Kennzeichen einer Schlafregression sind:

  • Veränderte Schlafmuster
  • Häufiges Aufwachen nachts
  • Unruhe und Quengeln am Tag
  • Verkürzung oder Verweigerung von Nickerchen
  • Längere Wachphasen als gewöhnlich
  • Mehr Weinen und Schreien, auch vor den Essenszeiten nachts
  • Veränderungen im Appetit (meist großer Hunger, außer bei zahnenden Kindern)
  • Großes Nähe- und Aufmerksamkeitsbedürfnis.

Schlafregressionen an sich sind zumeist temporär und kein Grund zur Sorge. Dein Baby durchläuft gerade Meilensteine in seiner Entwicklung und das ist Grund zur Freude und zum Staunen!

Eltern mit Säuglingen erleben oftmals auch spürbar die 4-Monats-Schlafregression, die 8-Monats-Schlafregression und die 12-Monats-Schlafregression bei ihren Babys. LINK

5. Baby 6 Monate schläft schlecht – Schlafregression?

Gibt es überhaupt eine 6-Monats-Schlafregression?

Während die meisten Eltern die 4-Monats-Schlafregression als deutlichen (negativen) Einschnitt im Schlafverhalten ihres Babys wahrnehmen, ist die Existenz der 6/7-Monats-Schlafregression tatsächlich umstritten. Interessanterweise wurde in der historischen Fachliteratur die 6-Monats-Marke bis zu unserer Generation nicht als bemerkenswerte Wachstums- oder Änderungsphase beschrieben.

Sie lässt sich folglich getrost als nur „leichte“ Schlafregression einordnen. Also heißt es erstmal aufatmen, denn viele Eltern bzw. Babys erleben diese Schlafregression kaum oder gar nicht!

Fakt ist aber, dass dein Baby sowohl körperlich als auch neurologisch gesehen rasante Fortschritte macht, die den Schlaf beeinflussen können.

Wann findet die 6-Monats-Schlafregression statt?

Babys entwickeln sich in unterschiedlichem Tempo. Entsprechend kann die 6-Monats-Schlafregression auch früher oder später stattfinden. Meist beginnt sie zwischen 5,5 und 7 Monaten.

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Was andere Eltern über den Kurs berichten:

Ich bin wirklich unglaublich froh, dass ich auf den E-Mail-Kurs gestoßen bin. Ich fühlte ich mich sofort angesprochen von Sarahs Schreibweise. Authentisch, erfahren, liebevoll wird hier geholfen. Schritt für Schritt mit Verständnis und ohne Druck kommt man ans Ziel: eine stressfreiere Schlafsituation. Ich bin wirklich sehr dankbar für den Kurs und die Möglichkeit des Austauschs in der Facebookgruppe. Tausend Dank für die Hilfe, ich hab Mut und Sicherheit gefasst, die Veränderungen anzugehen und das Gefühl, wenn der Kleine jetzt schneller einschläft und sogar in seinem Bett statt auf dem Arm ist einfach unbeschreiblich. Der Kurs war für uns bahnbrechend. Ich kann ihn uneingeschränkt weiterempfehlen. Vielen viele Dank!   Juli

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Wie lange dauert die 6-Monats-Schlafregression an?

Glücklicherweise erledigt sich die 6-Monats-Schlafregression in den meisten Fällen von selbst. Schlafregressionen sind vorübergehende Phasen, die in aller Regel innerhalb von wenigen Wochen vorüber sind. Da sie eng mit motorischen Entwicklungssprüngen zusammenhängen, verbessert sich das Schlafverhalten im Normalfall wieder, wenn sich dein Baby an die neu erlernten Fähigkeiten (wie Rollen, Sitzen oder Krabbeln) gewöhnt hat.

Tipps, falls Baby mit 6 Monaten ständig nachts wach wird oder andere Schlafprobleme entwickelt hat

Realistisch sein, ruhig bleiben

Schlafrückschritte sind normal. Da sie „nur“ Ausdruck einer guten Entwicklung deines Kindes sind, sind so eher positiv zu sehen. Ein paar schlechte Tage und Nächte sind also kein Grund zur Sorge.

Bettgehzeitroutine einführen

Gleichbleibende Rituale vor der Bettgehzeit wirken beruhigend und beeinflussen den Schlaf von Babys/Kleinkindern positiv. Sie helfen beim Einschlafen, Aufregung und Trennungsängste loszulassen und besser durchzuschlafen.

Siehe dazu auch unbedingt unseren kostenlosen Babyschlafkurs.

Routinen entwickeln

Babys stehen auf Routine. Gib eurem Tag eine feste Struktur. Babys lieben es, wenn sie wissen nach dem Wickeln kommt Kuscheln und nach dem Frühstück ein Spaziergang. Das macht ihr Leben vorhersehbarer und gibt Sicherheit.

Aufwachzeit und Bettgehzeit

Eine gleichbleibende Bettgehzeit ist einer der wichtigsten Punkte, um den Schlaf zu verbessern. Babys Körper muss einfach wissen, wann er müde sein darf und soll. Unterstütze den Bio-Rhythmus deines Kindes, indem du eurem Tag einen Rahmen mit einer festen Aufwachzeit und festen Bettgehzeit gibst.

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Trennungsängste

Trennungsängste könnt ihr überwinden oder von Anfang an vermeiden, indem du tagsüber deinem Kind beibringst, dass du zwar manchmal weg, aber doch immer für es da bist. Das geht am besten mit Spielen wie „Kuckuck-und -Da“ oder kurz den Raum verlassen mit freudigem Gesicht (Babys nehmen nun die Ausdrücke auf deinem Gesicht wahr) und schnell zurückkommen. Rede mit deinem Kind und erkläre ihm, dass Mama immer in der Nähe bleibt. Babys verstehen auf einer unbewussten Ebene schon viel mehr, als wir vermuten. Gib tagsüber und vor dem Einschlafen viele Extra-Kuscheleinheiten.

Schlafumgebung

Checke die Schlafumgebung deines Babys. Entferne alles, was seinen Schlaf stören könnte. Dazu gehören auch elektrische Geräte wie blinkende oder Musik-Mobiles. (Babyphones sollten mindestens 2m Abstand zu Babys Kopf haben). Vielleicht hilft euch weißes Rauschen, um laute Geräusche von der Straße auszublenden? Dein Kind ist nun viel aufmerksamer und damit auch empfänglicher für Lärm wie Geschirrklappern oder das Bellen von Nachbars Hund.

Schlafplatz 

Ruhigen, dunklen Schlafplatz sicherstellen. Die Neugeborenen-Zeit ist vorbei und Babys schlafen nun plötzlich nicht mehr überall (gut) ein! Nicht selten reagieren Babys zwischen 6-8 Monaten plötzlich negativ auf Schlaf in Bewegung, d.h. das Einschlafen in der Federwiege, dem Buggy oder auf dem Arm klappt plötzlich nicht mehr. Stelle sicher, dass ihr möglichst viele Nickerchen an Babys Schlafplatz im dunklen Zimmer stattfinden lässt (insbesondere die Morgennickerchen sind wichtig. Das oft schwierige Nachmittagsnickerchen kann dagegen gerne „On the go“, unterwegs oder in der Trage stattfinden.

Zahnen

Wenn die Zähne drücken, spreche mit deinem Arzt über Schmerzmittel und wie du deinem Kind helfen kannst. Beißringe, Kühlen, Zahnungsgel – oft heißt es durchprobieren, was und ob etwas hilft. Leichtes Schmerzmittel ist während der härtesten Phase, meist nur wenige Nächte, durchaus angebracht und hilfreich.

Falls du über ein Baby-Schlafcoaching (d.h. sanftes Schlaftraining) nachdenkst, ist 5,5 bis 7 Monate das optimale Alter!

Mehr dazu hier: „Baby schlafen lernen?“ – Das kleine 1×1 für besseren Babyschlaf aus der Baby-Schlafberatung

Sarahs Randnotizen

Das Alter von 5-7 Monaten ist der ideale Zeitpunkt für ein Schlafcoaching, egal ob sanft und tränenfrei oder schnell und effektiv. In diesem Alter entwickeln Babys die Fähigkeit sich selbst zu beruhigen sowie längere Phasen am Stück zu schlafen. Darüber hinaus  können die meisten Kinder noch nicht krabbeln, sitzen oder aufstehen, was ein Schlafcoaching nur wenig später massiv erschweren kann.

Schlafcoaching bedeutet, dass du deinem Kind aktiv dabei hilfst zu lernen, eigenständig(er) einzuschlafen, sodass letztendlich auch das Weiterschlafen und Durchschlafen in der Nacht gemeistert werden kann. Die Einführung eines festen Tagesablauf und die  Verlängerung der Nickerchen sind ab dem Alter von 6 Monaten durch ein Nickerchen-Coaching möglich.

Es empfiehlt sich zumeist 1-2 Wochen nach Beginn einer Schlafregression zu warten, bevor ein Schlafcoaching gestartet wird. Länger warten ist gewöhnlich nicht hilfreich, denn die Kleinen rutschen gefühlt ständig von einer Phase in die andere und zahnen bis zum Alter von 2-2,5 Jahren mal mehr und weniger. Wenn also halbwegs Ruhe ist, ist der „optimale“ Zeitpunkt zu starten. 😉

Sanfte Schritte Richtung Durchschlafen findest du in meinem kostenlosen Babyschlaf-Kurs.

Konkrete Schritte und bindungsorientierte Schlafcoaching-Methoden findest du in meinem eBook „Durchschlafen lernen aber bindungsorientiert“ und meinem Video-Kurs „Schlummerkönig“.

Ich wünsche Dir viel Freude in dieser schönen Baby-Phase und guten Schlaf,

Deine Sarah

Mehr über die Autorin

Sarah

Gründerin und Hauptautorin des BabySchlummerlandes, zertifizierte Babyschlaf-Beraterin und leidenschaftliche Großfamilienmama. Sarah hat es sich zur Mission gemacht, anderen erschöpften Eltern dabei zu helfen, zu mehr Schlaf und Sicherheit im Umgang mit ihren kleinen, bezaubernden Schätzen zu finden. Mehr über Sarah findest du hier.

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