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Umfrageanalyse: Wie Babyschlaf den Familienurlaub beeinflusst

Der Schlaf von Babys ist ein zentrales Thema für viele Eltern, besonders wenn es um die Planung und Durchführung von Familienurlauben geht.

Um die Herausforderungen und Erfahrungen in diesem Bereich besser zu verstehen, haben wir eine umfassende Umfrage unter 450 Eltern durchgeführt, die mindestens ein Kind im Alter von 6 Monaten bis 2,5 Jahren haben. Unsere Analyse beleuchtet, wie Babyschlaf die Urlaubsentscheidungen beeinflusst, welche Anpassungen Eltern vornehmen und welche Unterkünfte bevorzugt werden.

Die Ergebnisse bieten wertvolle Einblicke und praktische Empfehlungen, die sowohl für Eltern als auch für Journalisten und Fachleute im Bereich Familienreisen von Interesse sind.

 

1. Zentrale Erkenntnisse der Umfrage

  • 89% der befragten Eltern haben ihre Reisegewohnheiten geändert, seitdem sie ein Baby haben.
  • 31 % der Eltern haben schon einmal auf einen Urlaub verzichtet, weil ihr Baby schlecht schläft.
  • Über 60% der Eltern mit Baby/Kleinkind bevorzugen eine Ferienwohnung als Unterkunft.
  • 62 % der Eltern haben erlebt, dass ihr Baby im Urlaub deutlich schlechter schläft.
  • Trotzdem berichten 80% von einem unveränderten oder sogar besseren Schlafverhalten NACH dem Urlaub.
  • 6 % der Eltern haben ihren Urlaub schon einmal abgebrochen, weil ihr Baby so schlecht schläft.

 

2. Detaillierte Ergebnisse der Umfrage

Die nachfolgenden Umfrageergebnisse bieten Einblicke in die Herausforderungen, mit denen Eltern konfrontiert sind, wenn es um den Schlaf ihrer Babys im Urlaub geht, und wie diese Herausforderungen ihre Reiseentscheidungen beeinflussen.

 

Frage 1: Verzicht auf Urlaub aufgrund von Schlafproblemen

Frage: Habt ihr schon einmal auf einen Urlaub verzichtet, weil euer Baby so schlecht schläft?

  • Ja: 31,3%
  • Nein: 68,7%

Fast ein Drittel der Eltern hat schon einmal wegen schlechten Babyschlaf auf einen Urlaub verzichtet.

Ergebnisanalyse:

  • Eltern haben großen Respekt vor einer veränderten Schlafumgebung und deren möglichen negativen Auswirkungen auf den Schlaf ihres Babys.
  • Eltern räumen dem Wohlbefinden und den Schlafgewohnheiten ihres Babys eine hohe Priorität ein. Ihnen ist sicherlich auch klar: Wenn ihr Baby unruhig ist und nicht schläft, schlafen sie selbst auch weniger und können den Urlaub evtl. kaum genießen.
  • Eltern haben Angst vor den potenziellen Herausforderungen, die beim Reisen mit Babys auftauchen – insbesondere hinsichtlich der Aufrechterhaltung eines stabilen Schlafrhythmus.

 

Frage 2: Einfluss des Babyschlafs auf Urlaubsentscheidungen

Frage: Beeinflusst der Schlaf eures Babys eure Entscheidung, ob ihr Urlaub macht oder nicht?

  • Ja: 42,0%
  • Nein: 58,0%

Fast die Hälfte der Eltern berücksichtigt den Schlaf ihres Babys bei der Entscheidung, ob sie Urlaub machen.

Ergebnisanalyse:

  • Guter Schlaf hat eine große Bedeutung für das Wohlbefinden der ganzen Familie.
  • Eltern befürchten einen möglichen negativen Einfluss von Reisen, neuer Umgebung und neuer Tagesroutine auf den Schlaf ihres Babys.
  • In den Augen vieler Eltern lohnt es sich nicht, Geld für einen Urlaub auszugeben, wenn man ihn womöglich durch ein unruhiges Baby kaum genießen kann. Deshalb werden Reisepläne nach hinten geschoben, bis das Kind größer und der Schlaf stabiler ist.

 

Frage 3: Schlechterer Schlaf im Urlaub

Frage: Habt ihr bereits einen Urlaub erlebt, in dem der Schlaf eures Babys deutlich schlechter war als zu Hause?

  • Ja: 62,4%
  • Nein: 37,6%

Ein Großteil der Eltern berichtet, dass der Schlaf ihres Babys im Urlaub schlechter war als zu Hause.

Ergebnisanalyse:

  • Die Veränderungen der Umgebung und der Routine haben bei vielen Babys negative Auswirkungen auf ihren Schlaf.
  • Es ist wichtig, dass sich Eltern besser auf die Schlafbedürfnisse ihres Babys im Urlaub vorbereiten.

 

Frage 4: Abbruch des Urlaubs aufgrund von Schlafproblemen

Frage: Habt ihr schon einmal einen Urlaub abgebrochen, weil euer Baby so schlecht schläft?

  • Ja: 5,9%
  • Nein: 94,1%

Es ist zwar nur ein kleiner Prozentsatz der Eltern, die einen Urlaub aufgrund von Schlafproblemen abgebrochen haben, doch ist auch das bemerkenswert:

  • Die Auswirkungen von Schlafproblemen können sich extrem auf den Familienurlaub auswirken.

 

Frage 5: Veränderungen im Schlafverhalten nach dem Urlaub

Frage: Wie hat sich das Schlafverhalten eures Babys nach dem letzten Urlaub im Vergleich zu vorher verändert?

  • Viel besser geworden: 6,8%
  • Etwas besser: 17,6%
  • Keine Veränderung: 55,6%
  • Etwas schlechter: 16,5%
  • Sehr viel schlechter: 3,5%

Die Mehrheit der Eltern bemerkt keine Veränderung im Schlafverhalten ihres Babys nach dem Urlaub. Interessant ist, dass ca. jede vierte (!) Familie von Verbesserungen im Schlafverhalten berichtet.

Ergebnisanalyse:

  • Urlaube können auch positive Effekte auf den Schlaf von Babys haben.
  • Manchmal können Veränderungen in der Schlafumgebung und -routine wichtig für Babys sein oder ihnen dabei helfen, in eine neue, bessere Tagesroutine zu finden. Das kann z.B. der Fall sein, wenn sie im Urlaub beginnen, ein Nickerchen wegzulassen und dafür die restlichen Nickerchen zu verlängern.

Expertenmeinung: „Ein gängiger Irrtum ist zu glauben, dass Urlaub mit Baby generell anstrengend ist oder den Schlaf verschlechtern wird. Mit der richtigen Vorbereitung, einem angepassten Reiseziel und den richtigen Erwartungen können auch junge Familien eine entspannte Zeit genießen. Und manchmal ist der Schlaf nach dem Urlaub sogar besser als zuvor!“ – Sarah Mann, Zertifizierte sanfte Schlafberaterin, Leiterin des Infoportals Babyschlummerland.

 

Frage 5b: Anpassungszeit nach dem Urlaub (von den 17% mit schlechterem Schlaf nach dem Urlaub, vgl. Frage 5.)

Frage: Wie lange hat es gedauert, bis sich euer Baby nach dem Urlaub wieder an den normalen Schlafrhythmus gewöhnt hat? (Für diejenigen, die „Etwas schlechter“ oder „Sehr viel schlechter“ geantwortet hatten.)

  • 1 – 2 Tage: 25,0%
  • 3 – 7 Tage: 33,3%
  • 1 – 3 Wochen: 25,0%
  • 1 Monat oder länger: 16,7%

Von den 17% der Eltern, die mit schlechterem Schlaf ihrer Babys umgehen mussten, war für die Mehrheit der Schlafrhythmus nach ca. einer Woche wieder stabil. Allerdings hatten über 40% der Eltern auch deutlich länger damit zu kämpfen.

 

Frage 6:. Veränderte Reisegewohnheiten seit der Geburt eines Babys

Frage: Haben sich eure Reisegewohnheiten geändert, seid ihr ein Baby habt?

  • Ja: 89,0%
  • Nein: 11,0%

Die überwältigende Mehrheit der Eltern hat ihre Reisegewohnheiten geändert, um den Bedürfnissen ihres Babys gerecht zu werden.

 

Frage 7: Bevorzugte Unterkunftsarten für Reisen mit Baby

Frage: Welche Art von Unterkunft bevorzugt ihr für einen Urlaub mit Baby?

  • Hotel: 18,8%
  • Ferienwohnung: 61,7%
  • Camping: 5,4%
  • Familienbesuche: 12,7%
  • Andere: 1,4%

Die Mehrheit der Eltern bevorzugt Ferienwohnungen, wenn sie mit einem Baby verreisen. Diese bieten zusätzlichem Raum und Flexibilität für den Alltag mit Babys – und für deren Schlaf.

 

3. Infografik

Infografik Umfrage über Babys Schlaf im Urlaub

 

4. Expertenmeinungen

„Es überrascht keineswegs, dass Babys in einer neuen Umgebung schlechter schlafen. Die Erfahrungen aus der Schlafberatung zeigen, dass Verreisen eine stressige Zeit für Eltern und Babys sein kann. Deshalb sind eine gute Planung und gleichzeitig Flexibilität der Schlüssel, um die Reise für die ganze Familie angenehm zu gestalten. Außerdem sollten Eltern versuchen, so viel Routine wie möglich beizubehalten, um den Übergang zu erleichtern.“

– Sarah Mann, Zertifizierte sanfte Schlafberaterin, Leiterin des Infoportals Babyschlummerland.

 

5. Hilfreiche Tipps für einen erholsamen Urlaub mit Baby

  1. Routine beibehalten: Eltern sollten versuchen, die Schlafgewohnheiten ihres Babys auch im Urlaub so konstant wie möglich zu halten. Dies hilft, den Schlafrhythmus zu stabilisieren und sorgt für ein vertrautes Umfeld.
  2. Unterkunft wählen: Ferienwohnungen können aufgrund ihrer Flexibilität und des zusätzlichen Platzes eine gute Wahl für Familien mit Babys sein. Sie bieten mehr Freiraum und ermöglichen es, den Alltag und die Schlafumgebung besser an Babys Bedürfnisse anzupassen.
  3. Reiseroute planen: Es ist ratsam, Reisezeiten zu wählen, die den Schlafrhythmus des Babys nicht stören. Nachtflüge oder Fahrten während der Schlafenszeit können den Übergang erleichtern und den Stress minimieren.
  4. Vertraute Schlafhilfen mitnehmen: Bekannte Gegenstände wie Kuscheltiere oder Schlafsäcke sollten mitgenommen werden, um dem Baby ein Gefühl von Sicherheit zu geben. Diese vertrauten Elemente können helfen, den Schlaf in ungewohnter Umgebung zu verbessern.
  5. Eingewöhnungszeit einplanen: Babys benötigen oft Zeit, um sich an eine neue Umgebung zu gewöhnen. Eltern sollten daher Geduld haben und den Übergang sanft gestalten, indem sie vertraute Rituale beibehalten.
  6. Auf Sicherheit achten: Gerade in fremder Umgebung ist es wichtig, die gängigen Sicherheitsvorschriften für sicheren Babyschlaf zu beachten. Erkundigt euch im Vorfeld, ob es ein sicheres Reisebett für euer Kind gibt oder bringt eines mit. Achtet im Familienbett darauf, dass euer Baby nicht unter Decken oder Kissen rutschen kann und keine gefährlichen Rillen zur Wand vorhanden sind.
  7. Regelmäßige Ruhepausen einplanen: Um Übermüdung zu vermeiden, sollten regelmäßige Pausen eingeplant werden. Dies gibt dem Baby die Möglichkeit, sich auszuruhen und sorgt für einen entspannteren Urlaub für die ganze Familie.
  8. Übermüdung vermeiden: Babys, die übermüdet oder überreizt sind, schlafen in aller Regel noch schlechter. Das liegt daran, dass Stresshormone wie Cortisol ihren Körper überfluten, sodass es abends schwierig wird einzuschlafen oder nachts gut zu schlafen. Abends sollte also viel Zeit zum runterkommen eingeplant werden. Ausflugstage sollten sich mit ruhigen Tagen in der Unterkunft und nahen Umgebung abwechseln.
  9. Geheimtipp erstes Nickerchen: Natürlich muss Flexibilität sein. Falls möglich, ist es sehr hilfreich, bei Babys unter 10 Monaten nicht mehr als 30-40 Monaten von ihrer normalen Tagesroutine abzuweichen. Ein Geheimtipp ist auch, auf ein gutes erstes Nickerchen am Vormittag in der Unterkunft zu achten, sodass der Rest des Tages dann entspannter und flexibler gestaltet werden kann.

 

6. Wichtige Schlussfolgerungen und deren Bedeutung

Die Umfrage zeigt, dass der Schlaf des Babys oder Kleinkinds nicht nur entscheidend beeinflusst, ob man als Familie überhaupt Urlaub macht, sondern dass er auch ein wichtiger Faktor für die Qualität des Urlaubs ist.

 

7. Erläuterungen zur Umfrage

Durchführung

Die Umfrage wurde im Mai 2024 online auf der Website vom Babyschlummerland unter 450 Eltern durchgeführt. Die TeilnehmerInnen hatten mindestens ein Baby/Kleinkind im Alter von 6 Monaten bis 2,5 Jahren. D.h. der Begriff „Baby“ wird in dieser Umfrage vereinfachend für „Baby und Kleinkinder im Alter von 0,5 – 2,5 Jahren“ gebraucht.

Demografischer Hintergrund

Die Teilnehmer kamen aus verschiedenen geografischen Regionen und sozialen Hintergründen.

 

8. Presseservice

Journalisten sind herzlich eingeladen, die bereitgestellten Zitate, Statistiken und Grafiken in ihren Artikeln zu nutzen und zu zitieren.

Wenn Sie diese Daten verwenden, verlinken Sie bitte auf unsere Website oder verweisen Sie auf diese Umfrage:

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Kontakt und Informationen

Für Interviews, weitere Informationen oder Bildmaterial wenden Sie sich bitte an:

  • E-Mail: kontakt@babyschlummerland.de
  • Ansprechpartner: Timon Mann, Co-Founder, Marketing- und Kommunikationsleiter
  • Telefon: +49 1567 8472684
  • Das BabySchlummerland ist ein Informationsportal für guten Baby- und Kleinkinderschlaf. Es wird geleitet von Sarah Mann, zertifizierte sanfte Schlafberaterin für Babys und Kleinkinder und Germanistin. Sarah und Timon Mann sind verheiratet und haben 6 gemeinsame Kinder und viel Erfahrung mit schlechten Babyschlaf. Deshalb haben sie es sich zur Mission gesetzt, anderen müden Eltern bei der Verbesserung des Schlafes ihres Babys zu helfen und dadurch mehr Lebensqualität für die gesamte Familie zu gewinnen.