Wie du die ersten Monate mit deinem Neugeborenen meisterst – Die neue Normalität, Schlafverhalten und Schlafbedarf (0-5 Mon.)

Neugeborene sind so süß!

Wenn da nur nicht das Schlafthema wäre…

Überhaupt steht dein Leben plötzlich Kopf, oder?

Ich nehme an, du weißt genau, wovon ich spreche!

Langer, friedlicher Tiefschlaf – das scheint nicht gerade ihre natürliche Stärke zu sein. Insbesondere in den frühen Morgenstunden! 😉

Aber was ist denn eigentlich normal?

Sind nur meine Tage so verrückt?

Oder verändern alle Babys den Alltag in ihrer Eltern so radikal?

Sicherlich hast du es bereits befürchtet: Ein gewisser Grad an Verrücktheit in deinem neuen Leben – der ist ab jetzt total normal. Neugeborene haben einfach nicht die Fähigkeit nachts acht Stunden am Stück durchzuschlafen (ja, außer das Wunderbaby deiner besten Freundin ;-)).

Es wäre so schön, oder?

Im Folgenden erfährst du jede Menge Wissenswertes über die erste zarten Monate und deine neue Normalität…

Von deinen Erwartungen und bis hin zur Realität samt Schreiphasen und Wachstumsschüben. Und wie ein ganz normaler verrückten Tag mit einem kleinen Baby so aussehen könnte.

Ja, ich hatte fünf eher schlaflose Babys und hier geht es um die ungeschöne Wahrheit. 😉

Was dich erwartet

Du hast das Gefühl, dein Neugeborenes schläft nicht gut?

Möglichkeit Nummer 1: Falsche Erwartungen gehabt.

Sicherlich hast du schon festgestellt, dass dein Schlafbedürfnis überhaupt nicht mit dem deiner Neuzulassung übereinstimmt.

Dabei schläft ein Neugeborenes bis zu 18 Stunden täglich! (Und du sagst, du bekommst nicht genug Schlaf!? ;-)) Die Problematik liegt darin, dass es diese Stunden sehr gewöhnungsbedürftig und kaum vorhersehbar über Tag und Nacht verteilt und zwischendrin lautstark nach dir verlangt.

Der Körper eines Neugeborenen schreit geradezu nach kurzen Schläfchen und häufigen Fütterungszeiten. Kurz nach der Geburt ist sein Magen gerade einmal so groß wie eine Haselnuss!

Das war kein Problem, als dein süßer Spatz noch durch das Fruchtwasser schwimmen konnte. Er musste nur den Mund öffnen und schon floss warme Flüssignahrung hinein.

Stell dir das einmal bildlich vor: Das Leben in deinem Mutterleib war ein Schlaraffenland. Jetzt ist dein neuer Erdenbürger plötzlich auf der Welt! Hunger und Durst müssen folglich außerhalb deines Bauches gestillt werden. Und das mit einem Magen so groß wie eine Haselnuss!

Schlafen und Futtern

Auch wenn seine Magengröße dann bis zum 14. Tag auf die Größe eines Hühnereis angewachsen ist, es bleibt dabei: Dieser kleine Mensch braucht definitiv regelmäßige Nahrungszufuhr, um seinen Mechanismus am Laufen zu halten. Innerhalb weniger Monate bringt er es dann fertig, mehrere Kleidergrößen zu wechseln.

Eine Wahnsinnsleistung, oder?

Schlafen und Futtern sind eindeutig die größten Komponenten im Leben deines Neugeborenen (Woche 0-12). Sie hängen ganz eng miteinander zusammen. Gemischt mit etwas Wachzeiten hier und da, folgt sein Schlaf definitiv keinem festen Plan oder irgendeiner Tagesstruktur.

Stelle dir den Schlaf deines Neugeboren eher wie eine Spirale vor: Es ist ein auf und ab und eine beständige Mischung aus Wachen, Essen und Schlummerland in beliebiger Reihenfolge.

Das Thema Schlaf ist dabei ganz großgeschrieben.

Oft sind Neugeborene gerade im ersten Monat kaum wach zu bekommen. Haben sie doch einmal die Augen auf, verlangen sie sofort nach Nahrung. Im Anschluss entgleiten sie gleich wieder für 30 Minuten bis zu 3-4 Stunden ins Träumeland.

Wie gesagt, ein Neugeborenes kann keiner Struktur folgen.

Du merkst es: Es ist wichtig, nicht allzu große Erwartungen an einen geregelten Tagesablauf zu haben!

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Was ist „normal“?

Trotzdem: Was ist denn nun „normal“?

Normal ist es, wenn dein Neugeborenes in den ersten drei Wochen so schläfrig ist, dass es nur zum Essen aufwacht. Womöglich musst du es sogar wecken.

Aber keine Angst, ab Woche 3-4 wirken sie deutlich wacher und aufmerksamer. Trotzdem wird dein Baby seinen Schlafbedarf auf viele kleine Nickerchen auf den ganzen Tag verteilen. Diese Tagesschläfchen sind sehr flexibel in ihrer Länge, von 30 Minuten bis zu 3-4 Stunden Länge. Zwischendrin wird kräftig gefuttert. Und weiter geht es mit dem Schlummerschlaf.

Neugeborene Babys folgen keiner typischen Tag-Nacht-Struktur wie wir uns das gerne wünschen würden.

Bei manchen Neugeborenen geht es soweit, dass sie Tag und Nacht vertauschen. Sie verlegen also ihre längeren Wachphasen auf die Nacht und schlummern dafür den ganzen Tag vor sich hin. (Auch dafür gibt es sanfte Lösungen, auch wenn die Umgewöhnung etwas dauern kann. Du solltest insbesondere darauf achten, dass dein Baby nicht länger als 2 Stunden am Stück schläft.)

Quengel- und Schreiphasen

Wenn dein Baby (und du!) die ersten Wochen überstanden hat, wird es wacher werden und viele Babys fangen dann leider auch vermehrt das Weinen an. Insgesamt ein bis zwei Stunden tägliche Schreizeit sind nicht ungewöhnlich. Manche verteilen die Schreiphasen über den Tag und manche heben sie sich für den späten Nachmittag oder Abend auf.

Die Gründe dafür sind vielfältig.

Warum das so ist?

Die Klassiker: Überreizung? Hunger? Blähungen? Windel voll? Übermüdung? Bauchweh? – oder auch Grundlosigkeit (die war es bei uns leider oft).

Sehr viele Neugeborene haben gegen Abend eine längere Quengelphase. Auch das ist leider normal und ich kann dir ein Lied davon singen. Meist wird es um die 9. Woche herum besser.

Sogenannte Koliken verschwinden (hoffentlich) um die 3-4-Monatsmarke.

Schreiphasen, das kann sehr heftig sein! Wir als Eltern fühlen uns unglaublich ratlos, müde, enttäuscht und machtlos. Denn sehr oft helfen alle Tipps und Tricks nicht weiter. (Und auch keine Bauchmassage oder Anti-Kolik-Medikamente.)

Vergiss nicht: Schreien ist die einzige Kommunikationsmöglichkeit deines Babys. Dein Baby weint nicht, weil ihr “schlechte” Eltern seid! Und auch nicht wegen eurer Unsicherheit. Zwei meiner Babys schrien übrigens am meisten und ich rätsele bis heute warum gerade diese beiden, weil ich kein Muster erkennen kann (weder Geburtenreihenfolge noch Geschlecht noch Geburtsverlauf)…

Den besten Tipp, den ich hierzu bekommen habe: Versuche dein Baby in seiner Traurigkeit, seinem Frust, seinem ‘Geschrei’ zu begleiten. Löse dich von dem Gedanken, es krampfhaft trösten, ablenken und ruhig bekommen zu müssen. Höchstwahrscheinlich hast du dies alles schon wiederholt erfolglos probiert – von Babymassage, Fliegergriff bis Medikamente.

Halte durch. Auch diese Phase geht vorbei! Hier ist ein schöner Artikel einer Hebamme und Bindungspädagogin zum Thema Schreibabys, der mir wirklich weiter geholfen hat.

Es gibt definitiv auch die Babys, die drei Stunden und mehr am Tag schreien. Ja, manche schreien leider den ganzen Tag! Diese werden oft als „Kolikbabys“ beschrieben, wobei der Begriff fraglich ist und die Gründe und Hintergründe umstritten sind. (Falls es echte Koliken sind, müssten Medikament helfen. Tun sie aber oft nicht!)

Es liegt nicht an dir

Falls du dir den Kopf darüber zerbrichst, woran es liegt und ob du ‘Schuld’ daran hast: Versuche dich zu entspannen und von Selbstvorwürfen Abstand zu nehmen! Sie helfen euch überhaupt nicht weiter. Und: Schreibabys bzw. Schreiphasen kommen in den besten Familien vor. Neueste Studien zeigen, dass auch gesäugte Tierbabys solche Phasen durchmachen. So schwierig es ist und bei allen guten und schlechten Ratschlägen, die du bekommst, das Beste ist tatsächlich, dich nicht verrückt zu machen (sofern alles Medizinische ausgeschlossen wurde natürlich). Notfalls solltest du dein Baby auch ablegen und eine Weile den Raum verlassen.

Das Allerwichtigste: Niemals, niemals schütteln!!

Das ist das Einzige, was wirklich schreckliche dauerhafte Schäden bringen kann. Das Schreien hat sich in ein paar Wochen gegeben. In der Regel lassen sich keinerlei langfristigen Unterschiede zwischen Schreibabys und anderen Babys ausmachen. Durchhalten, Hilfe holen, so gut es geht, für dich selbst sorgen…

Zwei meiner Babys haben sehr viel geschrien. Nur wer das selbst durchgemacht hat, weiß, wie krass die Überforderung, die Frustration und dieses unglaubliche Gefühl der Hilflosigkeit und auch der Wut sein kann! Hier ist eine sehr interessante englische Homepage, die ich als sehr hilfreich empfand.

Extra-Herausforderung: Wachstumsschübe

Als wäre das alles nicht genug, hat dein kleiner Schatz noch jede Menge extra-Herausforderungen zu meistern.

Gerade die Neugeborenenphase ist geprägt von etlichen Wachstumsschüben. Das bedeutet eine extra-Portion Unruhe und vor allem einen wahren Futtermarathon (insbesondere bei Stillbabys).

Der erste Wachstumsschub steht schon 7-10 Tage nach der Geburt an. Kurze Atempause und schon stehen weitere Schübe in Woche 2-3 und 4-6 an. Quasi ständig, oder? Ein weiterer Wachstumsschub ist für die 3-Monatsmarke geplant…

Für die Entwicklung deines Kindes ist es extrem wichtig, dass du auf sein Nahrungsbedürfnis eingibst. Du liegst also richtig, wenn du ihm genau das gibst: Futter, Futter, Futter!

Übersicht Schlafbedarf und Schlafverhalten in den ersten Monaten

Wie groß ist eigentlich der Schlafbedarf eines Neugeborenen?

Natürlich hat jedes Kind hat seine individuellen Eigenschaften und Ideen, was den Schlaf anbelangt.

Allerdings schwören alle Schlafexperten da draußen, dass die Aussage „Mein Baby braucht aber viel weniger Schlaf“ so gut wie nie stimmt.

Vielmehr solltest hier und da ein paar Schräubchen drehen und Wege suchen, ihm mehr Schlaf zu ermöglichen.

Beispiel gefällig? Oftmals werden Babys tagsüber zu lange wach gehalten und sind ständig übermüdet. Das wirkt sich dann negativ auf den Nachtschlaf aus. Die Lösung? Babylein genau beobachten, seine Müdigkeitsanzeichen wahrzunehmen und schnell zu reagieren. Ein ausgeruhtes Baby schläft nachts besser und ruhiger.

Informiere dich also, wie lange dein Baby glücklich und zufrieden wach sein kann, beobachte es genau und achte auf gute und häufige Tagesschläfchen.

Hier zur Orientierung eine Übersicht über Babys Schlafverhalten in den ersten Monaten

(Schlaftechnisch gesehen spricht man bis zu vier oder fünf Monaten von Neugeborenen.)

Neugeborene bis 3 Monate

  • Nach der Geburt bis zu 18 Stunden. Am Ende des ersten Monats um die 16 Stunden
    (verteilt auf 8-10 Stunden nachts und 5-7 Stunden tagsüber in mit vielen Unterbrechungen/kurzen Wachphasen)
  • Zweiter Monat: Etwa 14 bis 16 Stunden (8,5-10 Stunden nachts; 6-7 Stunden tagsüber)
  • Dritter Monat: Etwa 14-15 Stunden (durchschnittlich 10-11 Stunden nachts, 4-5 Stunden tagsüber)
  • Der Nachtschlaf sollte sich langsam verbessern. Mit etwas Glück entwickelt dein Baby mit 6-8 Wochen 4-5-stündige Schlafphasen.
  • Der Tagesschlaf in diesem Alter ist noch völlig unstrukturiert. Versuche bitte nicht einen festen Plan bzw. feste Zeiten für die Nickerchen zu erzwingen. Genieße lieber die Flexibilität und die Fähigkeit, dass dein Neugeborenes noch so ziemlich überall einschlafen kann. Und achte in erster Linie darauf, dass es nicht übermüdet wird.
  • Mit etwa 3 Monaten entwickelt dein Baby eventuell mehr Regelmäßigkeit und ist fähig, nachts mehrere Stunden am Stück zu schlafen (andere brauchen hierzu beachtlich länger, keine Panik, wenn deines dazu gehört). Die Wachzeiten tagsüber werden langsam länger und der Schlafbedarf verschiebt sich mehr in die Nacht.
  • Oft ist es für ein 3 Monate altes Baby typisch, einen längeres Tagesschläfchen zu machen und sonst jede Menge Mini-Nickerchen über den Tag zu verteilen (Eine klar erkennbarer Tagesablauf lässt sich meist erst mit 5-6 Monaten erwarten, wenn sich dein Baby fest auf 3 Tagesschläfchen eingestimmt hat).

Vierter & Fünfter Monat

  • etwa 14-15 Stunden (11-12 Stunden nachts, 3-4 Stunden tagsüber)
  • Tagesschläfchen: etwa 3-5 (schwankend)
  • Ab ca. 4 Monaten, vereinzelt auch erst mit 6-7 Monaten, finden die meisten Babys einen gewissen Rhythmus mit einer gleichbleibenden Anzahl an Tagesschläfchen. (Jetzt kannst du deinem kleinen Schatz dabei helfen, seine Nickerchen zu zeitlich zu organisieren und wenn gewünscht zu verlängern.)
  • Falls du dein Baby noch nicht durchschläft (*lach*, doch, ja, es soll solche Babys geben), wacht es nachts noch 1-3 Mal auf und viele Babys werden auch bis zum Alter von 9 Monaten 1-2 Mal pro Nacht Nahrungsbedarf anmelden. Falls es viel mehr ist, dann hast du es womöglich mit einer Problematik rund um die Schlafgewohnheiten zu tun. HIER erfährst du mehr darüber und wie du das Durchschlafen fördern kannst.
  • Um die 4-Monatsmarke durchläuft dein Baby eine gewaltige Umstellung in seinem Schlafverhalten, der entwicklungsbedingt ist und mit der Umstellung seiner Schlafphasen in Richung Erwachsenenschlaf zu tun hat (man spricht von einer “Schlafregression”). Das kann den besten Schläfer von den Socken hauen und zu häufigerem Aufwachen führen. Diese Schlafregression kann ziemlich heftig sein und trifft fast alle Babys in unterschiedlicher Ausprägung. Im Idealfall hat Baby nach 3-6 Wochen seinen Entwicklungs- und Wachstumsschub und damit auch die Schlafprobleme gemeistert. Falls nicht, solltest du dir überlegen, wie du damit umgehst. HIER findest du mehr Infos und Überlebenstipps.
  • Die Tage sind mit vier Monaten gewöhnlicherweise noch variantenreich. Babys schaffen es meist noch nicht, sich an einen festen, täglichen Zeitplan zu gewöhnen. Ihr Gehirn reift und läuft auf Hochtouren und ihnen gelingt es nicht, lang genug wach zu bleiben, um bis zur nächsten festgesetzten Nickerchenzeit durchzuhalten.
  • Nickerchen sind also immer noch sehr kurz und häufig und schwankend bei durchschnittlich 4 Nickerchen täglich. Mit fünf Monaten landen wir bei 3-4 Nickerchen. Die meisten Babys haben es dann mit 6-7 Monaten geschafft ihre Tagesschläfchen dauerhaft auf drei zu reduzieren. Dann beginnt die Zeit, wo eine feste Routine und wenn gewünscht etwas Schlafen lernen sinnvoll sein können.

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So, jetzt hast du jede Menge Infos an der Hand und ich hoffe, dir gelingt es von Anfang an, sanft die richtigen Weichen zu stellen, sodass das Thema Einschlafen und Durchschlafen nicht zum Dauerproblem in eurem Hause wird. 😉

Erkennst du dein Neugeborenes in diesen Ausführungen wieder?

Hast du Fragen oder Anmerkungen? Ich freue mich über deinen Kommentar unten.

Deine Sarah vom BabySchlummerland

 

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